Business Events
Konferenzen, Networking Events und weitere Veranstaltungsformate flexibel organisieren.
Karriereevents und Hochschulen
Karrieremessen und Firmenkontaktmessen zentral planen und durchführen.
Messen und Ausstellungen
Komplexe Veranstaltungen mit Ausstellern, Partnern und Teilnehmenden steuern.
Die Agenda ist die Programmübersicht einer Veranstaltung: was wann wo stattfindet und wer spricht. Sie ist für Gäste der wichtigste Grund, sich anzumelden, und am Veranstaltungstag das Dokument, in das am häufigsten geschaut wird.

Agenda und Programm meinen dasselbe: die Übersicht für die Gäste. Der Ablaufplan, oft Regieplan genannt, ist etwas anderes. Er richtet sich an das Team und enthält alles, was Gäste nicht sehen sollen: Aufbauzeiten, Technikproben, wer wann welches Mikrofon bekommt.
Die Verwechslung hat eine typische Folge. Agenden, die aus dem Ablaufplan kopiert wurden, sind überladen und minutengenau, und sie versprechen eine Pünktlichkeit, die kein Veranstaltungstag hält.
Fünf Angaben reichen. Ein Titel, der sagt, was man mitnimmt, und nicht nur, worüber gesprochen wird. Beginn und Ende. Der Raum. Die Person oder die Personen, die den Punkt gestalten. Und das Format, weil es einen Unterschied macht, ob man zuhört oder mitarbeitet.
Hat ein Punkt begrenzte Plätze, gehört das dazu, zusammen mit dem Weg zur Anmeldung. Was einen einzelnen Programmpunkt ausmacht, steht unter Session.
Viele Ratgeber empfehlen kurze Vorträge, weil die Aufmerksamkeit nach zehn bis fünfzehn Minuten nachlasse. Neil Bradbury hat diese Behauptung 2016 in der Zeitschrift Advances in Physiology Education an der Literatur geprüft und fand sie nicht gedeckt: Es gebe viele Verweise, aber kaum eigene Untersuchungen, und die vorhandenen Daten stützten keine solche Grenze. Am stärksten unterschied sich die Aufmerksamkeit zwischen den Vortragenden.
Die Arbeit betrifft Hochschulvorlesungen. Für eine Agenda folgt daraus als eigene Einordnung, dass sich die Länge eines Punktes nach seinem Inhalt richten sollte und nicht nach einer festen Minutenzahl, und dass die Auswahl der Vortragenden mehr zählt als das Raster.
Menschen melden sich nach unserer Erfahrung selten wegen einer Veranstaltung an. Sie melden sich wegen zwei oder drei Programmpunkten an, die für sie zählen. Die Agenda gehört deshalb auf die Eventseite und vor die Anmeldung und nicht in eine Mail, die erst nach der Zusage kommt.
Daraus folgt, früh zu veröffentlichen, auch wenn noch nicht alles feststeht: eine als vorläufig gekennzeichnete Agenda mit den sicheren Punkten statt einer vollständigen zwei Wochen vor dem Termin. Wie sich die Wirkung messen lässt, steht unter Anmeldequote.
Pausen gehören als eigene Punkte in die Agenda, mit realistischer Länge. Wer zwischen zwei Räumen wechseln, etwas trinken und ein Gespräch zu Ende führen soll, braucht mehr als zehn Minuten. Zu kurze Pausen holt sich das Publikum zurück, indem es zu spät in den nächsten Punkt kommt. Für die Bewirtung in dieser Zeit siehe Catering-Planung. Wer will, dass Gäste in der Pause neue Leute kennenlernen, sollte sich nicht auf die Pause allein verlassen, siehe Networking-Formate.
Sobald zwei Dinge gleichzeitig stattfinden, wird aus der Liste ein Raster aus Zeit und Raum. Dann zählen zwei Fragen. Passen die Menschen, die einen Punkt besuchen wollen, in den Raum, der ihm zugewiesen ist? Und liegen Punkte, die dieselbe Zielgruppe ansprechen, nicht zur selben Zeit?
Die erste Frage beantwortet die Teilnehmerbegrenzung je Programmpunkt, die zweite nur ein kritischer Blick auf das fertige Raster, am besten von jemandem, der es nicht gebaut hat. Mehr dazu unter Parallelveranstaltung.
Jede Agenda ändert sich, und jede Kopie veraltet. Ein PDF im Anhang der Einladung zeigt den Stand vom Versandtag. Gedruckte Programme zeigen den Stand vom Drucktag. Verlässlich ist nur eine Stelle, an der die aktuelle Fassung steht und auf die alles andere verweist. Änderungen am Veranstaltungstag sollten dort als Änderung erkennbar sein und nicht stillschweigend ersetzt werden.
Titel, die das Thema nennen, aber nicht den Nutzen. Programmpunkte ohne Endzeit. Eine Agenda, die erst nach der Anmeldung sichtbar wird. Pausen, die im Raster fehlen. Und die Raumangabe, die erst am Veranstaltungstag auf einem Aufsteller steht.
Was ist der Unterschied zwischen Agenda und Ablaufplan?
Die Agenda ist die Programmübersicht für die Gäste. Der Ablaufplan richtet sich an das Team und enthält auch Aufbau, Technik und Zuständigkeiten.
Was gehört zu jedem Programmpunkt?
Ein aussagekräftiger Titel, Beginn und Ende, der Raum, die gestaltenden Personen und das Format.
Wann sollte die Agenda veröffentlicht werden?
So früh wie möglich und vor der Anmeldung, notfalls als vorläufige Fassung mit den sicheren Punkten.
Wie gehe ich mit Änderungen um?
Eine Stelle führt die aktuelle Fassung, alles andere verweist darauf. Änderungen sollten dort als solche erkennbar sein.