Die Anmeldequote setzt abgeschlossene Anmeldungen ins Verhältnis zu den Aufrufen der Anmeldeseite. Sie zeigt nicht, wie viele kommen, sondern wie viele von denen, die wollten, es auch geschafft haben.

Die Anmeldequote setzt abgeschlossene Anmeldungen ins Verhältnis zu den Menschen, die die Anmeldeseite geöffnet haben. Sie beantwortet damit eine andere Frage als die Besucherzahl: nicht wie viele kommen, sondern wie viele von denen, die wollten, es auch geschafft haben.
Das ist die Kennzahl, die sich direkt beeinflussen lässt. Zusätzliche Reichweite kostet Geld, ein kürzeres Formular kostet nichts.
Abbrüche häufen sich an drei Stellen. Beim Pflichtfeld, dessen Zweck sich nicht erschließt, etwa der Telefonnummer bei einer kostenlosen Onlineveranstaltung. Beim Zwang, zuerst ein Benutzerkonto anzulegen. Und bei der Aufforderung, für die Teilnahme eine App zu installieren.
Alle drei verlangen etwas, bevor sie etwas geben. Wer die Reihenfolge umdreht und zuerst zeigt, was die Veranstaltung bietet, verliert an diesen Stellen deutlich weniger.
Mit jedem zusätzlichen Pflichtfeld sinkt die Zahl der Abschlüsse. Statt zu raten, welche Felder es wert sind, hilft eine einfache Prüfung: Für jedes Feld muss benennbar sein, welche Entscheidung damit getroffen wird. Was diese Prüfung nicht besteht, fliegt raus oder wird freiwillig.
Bemerkenswert ist, dass sich Datenschutz und Conversion hier decken. Die Datenminimierung nach Artikel 5 DSGVO verlangt ohnehin, nur zu erheben, was für den Zweck erforderlich ist. Sparsamkeit ist an dieser Stelle keine Auflage, sondern ein Vorteil.
Ein Formular, das sich ohne Maus nicht bedienen lässt oder dessen Fehlermeldungen allein farblich markiert sind, verliert Anmeldungen, die in keiner Statistik als Abbruch auftauchen. Betroffene versuchen es meist nicht zweimal. Was dabei zu beachten ist, steht unter Barrierefreiheit bei Veranstaltungen.
Drei Dinge verfälschen die Quote regelmäßig. Mehrfachaufrufe derselben Person zählen als mehrere Interessenten, automatisierte Zugriffe blähen die Aufrufzahl auf, und ein Zählzeitraum, der bereits vor dem Versand der Einladung beginnt, verwässert das Ergebnis.
Legen Sie den Zeitraum deshalb bewusst fest, in der Regel vom Versand der Einladung bis zum Anmeldeschluss, und behalten Sie ihn über die Jahre bei. Nur dann lassen sich zwei Veranstaltungen überhaupt miteinander vergleichen.
Eine hohe Anmeldequote sagt nichts darüber, wer am Veranstaltungstag erscheint. Gerade kostenlose Veranstaltungen mit sehr niedriger Hürde erzeugen Anmeldungen, die von vornherein unverbindlich gemeint sind. Beide Zahlen gehören deshalb nebeneinander gelesen, die Anmeldequote und die No-Show-Rate.
Wer beides über mehrere Veranstaltungen hinweg festhält, bekommt eigene Planungswerte, die keine Branchenstatistik liefern kann. Wie sich das in ein Kennzahlensystem einfügt, steht unter Event-KPI und Erfolgskontrolle.
Was ist eine gute Anmeldequote?
Das lässt sich nicht allgemein sagen, weil Kanal, Zielgruppe und Preis zu stark schwanken. Aussagekräftig ist nur der Vergleich mit den eigenen früheren Veranstaltungen, nicht mit fremden Zahlen.
Wie viele Pflichtfelder sind vertretbar?
So viele, wie sich begründen lassen. Für jedes Feld sollte benennbar sein, welche Entscheidung damit getroffen wird. Alles andere gehört gestrichen oder auf freiwillig gesetzt.
Brauche ich Tracking-Cookies, um die Quote zu messen?
Nein. Für das Verhältnis von Seitenaufrufen zu Abschlüssen genügen aggregierte Zahlen ohne Wiedererkennung einzelner Personen.
Warum bleibt die Teilnahme hinter den Anmeldungen zurück?
Weil eine niedrige Hürde auch unverbindliche Anmeldungen erzeugt. Anmeldequote und No-Show-Rate gehören deshalb immer zusammen betrachtet.
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