Ein QR-Code-Ticket weist die Teilnahmeberechtigung über eine maschinenlesbare Kennung nach. Der Code selbst enthält keine Personendaten, sondern nur den Schlüssel, mit dem das System sie findet.

Ein QR-Code-Ticket enthält in aller Regel keine Personendaten, sondern nur eine eindeutige Kennung. Erst der Abgleich dieser Kennung mit der Teilnehmerliste macht daraus einen Namen. Das ist kein technisches Detail, sondern der Grund, warum ein fotografiertes Ticket in fremden Händen für sich genommen wenig verrät.
Wer stattdessen Name, Firma und Ticketklasse direkt in den Code schreibt, verschenkt diesen Schutz. Der Code ist von jedem Smartphone lesbar, auch von dem der Person, die daneben in der Schlange steht.
Messehallen und Hochschulgebäude sind für Mobilfunk selten gut erschlossen, und das ausgerechnet an der Stelle, an der sich morgens alle gleichzeitig drängen. Eine Einlasslösung, die für jeden Scan eine Serverantwort braucht, steht dann still.
Brauchbare Systeme halten die Gästeliste lokal auf dem Gerät und gleichen später ab. Fragen Sie beim Anbieter ausdrücklich nach diesem Punkt, weil er sich in Prospekten selten findet und am Veranstaltungstag über die Länge der Warteschlange entscheidet.
Ein QR-Code lässt sich beliebig oft kopieren. Die Kontrolle liegt deshalb nicht am Code, sondern beim Abgleich: Jede Kennung darf genau einmal eingelöst werden, und dieser Status muss zwischen allen Scangeräten geteilt sein.
Bei mehreren Eingängen ohne Netzverbindung ist genau das die Schwachstelle. Wer das Risiko nicht tragen will, arbeitet an den kritischen Eingängen mit Onlineabgleich und nutzt den Offlinebetrieb nur als Rückfallebene.
Mit jedem Scan entsteht ein neuer Datensatz: wer wann an welchem Eingang da war. Das ist ein Anwesenheitsprotokoll und damit personenbezogen. Es unterliegt denselben Anforderungen an technische und organisatorische Maßnahmen wie die Anmeldedaten selbst, nachzulesen in Artikel 32 DSGVO.
Praktisch heißt das: verschlüsselte Übertragung, Zugriff nur für den Einlassdienst und eine Löschung nach der Auswertung. Wie der Scan in die Anwesenheitsdaten übergeht, steht unter Check-in.
Die häufigsten Probleme sind unspektakulär. Displays stehen zu dunkel, Handyakkus sind leer, ausgedruckte Tickets sind zerknittert, und bei direktem Sonnenlicht erkennt keine Kamera etwas. Ein Ausweichweg über die Namenssuche gehört deshalb in jedes Einlasskonzept, nicht als Notlösung, sondern als eingeplanter zweiter Weg.
Wer die Zahl der tatsächlich erschienenen Personen sauber erfassen will, bekommt sie hier fast nebenbei. Sie ist die Grundlage für die No-Show-Rate und für alles, was danach im Ticketing kalkuliert wird.
Ein Einlass, der ausschließlich über den Bildschirm eines Mobiltelefons funktioniert, schließt Menschen aus, die keines besitzen, deren Gerät zu alt für die Anzeige ist oder deren Akku unterwegs leer geworden ist. Bei Veranstaltungen öffentlicher Träger ist das kein Randthema, sondern eine Frage der Zugänglichkeit.
Zwei Vorkehrungen genügen dafür. Der Code muss sich ausdrucken lassen, und am Einlass muss jemand über die Namensliste nachschlagen können. Was sonst noch zur Zugänglichkeit gehört, steht unter Barrierefreiheit bei Veranstaltungen.
Stehen im QR-Code meine persönlichen Daten?
Bei sauber gebauten Systemen nicht. Der Code enthält nur eine Kennung, die erst im Abgleich mit der Teilnehmerliste einen Namen ergibt. Wer Klardaten in den Code schreibt, macht sie für jedes fremde Smartphone lesbar.
Was passiert, wenn am Eingang das Netz ausfällt?
Das hängt vom System ab. Lösungen mit lokaler Gästeliste scannen weiter und gleichen später ab, rein serverbasierte stehen still. Klären Sie das vor der Buchung, nicht am Veranstaltungstag.
Kann jemand mit einem kopierten Ticket hereinkommen?
Nur wenn der Einlösestatus nicht zwischen den Scangeräten geteilt wird. Der Code selbst ist beliebig kopierbar, die Sicherheit liegt allein im einmaligen Einlösen.
Wie lange dürfen wir die Scandaten aufbewahren?
So lange, wie es der Zweck erfordert, in der Regel bis zum Abschluss der Auswertung. Ein Anwesenheitsprotokoll ist personenbezogen und braucht eine festgelegte Löschfrist.
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