Business Events
Konferenzen, Networking Events und weitere Veranstaltungsformate flexibel organisieren.
Karriereevents und Hochschulen
Karrieremessen und Firmenkontaktmessen zentral planen und durchführen.
Messen und Ausstellungen
Komplexe Veranstaltungen mit Ausstellern, Partnern und Teilnehmenden steuern.
Veranstaltungskalender
Termine von Haus, Netzwerken und Partnern in einem Kalender bündeln.
Eine Nachbefragung erhebt nach der Veranstaltung, wie Teilnehmende und Aussteller sie erlebt haben. Ihr Wert hängt weniger an den Fragen als am Zeitpunkt und daran, ob aus den Antworten jemals eine Entscheidung folgt.

Die Antwortquote fällt mit jedem Tag Abstand. Sinnvoll ist der Versand innerhalb von 24 bis 48 Stunden, solange die Veranstaltung noch präsent ist. Wer eine Woche wartet, bekommt weniger und ungenauere Antworten.
Bei Ausstellern lohnt sich ein zweiter, späterer Kontakt nach etwa sechs bis acht Wochen, weil sich erst dann zeigt, ob aus den Gesprächen etwas geworden ist. Das ist die Frage, die über die Wiederbuchung entscheidet.
Fünf Fragen werden beantwortet, zwanzig nicht. Beschränken Sie sich auf das, woraus tatsächlich eine Entscheidung folgen kann. Eine bewährte Kombination: eine Gesamtbewertung, eine Weiterempfehlungsfrage, eine Frage zum wertvollsten Programmpunkt, eine zum schwächsten und ein Freitextfeld.
Das Freitextfeld ist der Teil, in dem die brauchbaren Hinweise stehen. Skalenwerte sagen, dass etwas nicht funktioniert hat; der Freitext sagt, warum. Wie sich hunderte offene Antworten bündeln lassen, ohne sie einzeln zu lesen, steht unter Freitextauswertung mit KI.
Fragen Sie nach Dingen, die Sie ändern können. Die Bewertung der Anfahrt ist interessant, aber wenn der Ort feststeht, folgt daraus nichts. Die Bewertung der Gesprächsqualität dagegen führt direkt zu einer Entscheidung über Format und Matchmaking.
Verzichten Sie auf Fragen, deren Antwort Sie schon kennen. Wer die No-Show-Rate aus dem Check-in hat, muss nicht fragen, ob jemand da war.
Eine Nachbefragung ist eine eigene Datenverarbeitung und braucht eine Rechtsgrundlage nach Artikel 6 DSGVO. Bei einer Zufriedenheitsbefragung im Anschluss an die Teilnahme trägt in der Regel das berechtigte Interesse, wenn Sie darauf hingewiesen haben.
Anonym ist eine Umfrage erst, wenn weder Name noch IP-Adresse gespeichert werden und die Gruppe groß genug ist, dass sich aus den Angaben niemand zurückrechnen lässt. Bei einem Workshop mit acht Personen ist „anonym“ schnell eine Behauptung. Externe Umfragewerkzeuge brauchen einen Auftragsverarbeitungsvertrag, auch die kostenlosen.
Die meisten Nachbefragungen enden mit einem Auswertungsdokument, das niemand wieder öffnet. Damit ist der Aufwand verschenkt und die Teilnahmebereitschaft beim nächsten Mal geringer.
Zwei Gewohnheiten ändern das. Erstens: Aus jeder Befragung folgen höchstens drei Maßnahmen, die benannt und terminiert werden. Zweitens: Bei der nächsten Einladung erwähnen, was sich aufgrund der letzten Rückmeldungen geändert hat. Das hebt die Antwortquote spürbar, weil sichtbar wird, dass Antworten Folgen haben. Wie sich das in Kennzahlen übersetzt, steht unter Erfolgskontrolle.
Wann sollte die Befragung raus?
Innerhalb von 24 bis 48 Stunden. Danach fällt die Antwortquote deutlich, und die Erinnerung wird ungenauer.
Wie viele Fragen sind sinnvoll?
Fünf, davon eine im Freitext. Jede weitere Frage kostet Antworten, und der Freitext liefert ohnehin die brauchbarsten Hinweise.
Ist eine Umfrage automatisch anonym?
Nein. Ohne Namen ist sie noch nicht anonym, wenn IP-Adressen gespeichert werden oder die Gruppe so klein ist, dass sich Antworten zuordnen lassen.
Brauche ich einen Vertrag mit dem Umfragetool?
Ja, sobald personenbezogene Daten verarbeitet werden, und das ist bei Teilnehmerbefragungen die Regel. Auch bei kostenlosen Werkzeugen.
Jan-Philipp Koch hat FairUp 2025 in Wuppertal gegründet und führt das Unternehmen als Geschäftsführer. Er schreibt das Eventlexikon und verantwortet die Inhalte von fairup.events.
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