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Veranstaltungskalender
Termine von Haus, Netzwerken und Partnern in einem Kalender bündeln.
Event-KPI sind die Kennzahlen, an denen der Erfolg einer Veranstaltung gemessen wird. Sie übersetzen die vorher gesetzten Ziele in Zahlen, etwa Anwesenheitsquote, Zahl und Qualität der Gespräche, Zufriedenheit oder Wiederbuchungen, und machen Veranstaltungen über die Jahre vergleichbar.

Die Besucherzahl ist die am häufigsten genannte und die am wenigsten aussagekräftige Größe. Sie sagt, wie viele Menschen da waren, aber nichts darüber, ob es die richtigen waren und ob etwas daraus entstanden ist. Eine Veranstaltung mit vierhundert passenden Besuchern ist besser als eine mit tausend beliebigen. Die Zahl allein zeigt das Gegenteil.
Sie ganz wegzulassen wäre falsch, weil sie für die Kapazitätsplanung gebraucht wird. Aber sie sollte nie allein stehen, und schon gar nicht als Erfolgsmeldung nach außen gehen.
Wie ausstellende Unternehmen ihren Messeerfolg bewerten, hat der Messeverband AUMA im Aussteller-Ausblick 2026/2027 erhoben, einer Befragung von 404 Unternehmen im Herbst 2025. Rund 49 Prozent bewerten ihren Auftritt vor allem über Leads, Kontakte und Neukunden. Etwa 20 Prozent zählen Besucher oder die Frequenz am Stand, laut Studie vor allem dort, wo keine strukturierte Erfassung von Kontakten besteht. Rund 17 Prozent nennen Umsatz, Aufträge oder Bestellungen, meist erst im Nachgang der Messe. Etwa 10 Prozent messen gar nicht oder nur sehr grob, und nur rund 4 Prozent nennen Bekanntheit oder Image als zentrale Messgröße.
Die Studie unterscheidet drei Reifegrade. Große Unternehmen arbeiten häufig mit festen Kennzahlensets und werten über mehrere Monate nach der Messe aus. Im Mittelstand werden Zählgrößen wie Besucher, Kontakte und Aufträge mit ersten digitalen Messungen verbunden, etwa den Kosten je Lead. Kleine Unternehmen urteilen oft nach einzelnen Abschlüssen, Rückmeldungen von Kunden oder dem Gesamteindruck.
Für Veranstalter folgt daraus als eigene Einordnung: Die Hälfte der Aussteller rechnet in Kontakten. Wer ihnen nach der Messe eine Besucherzahl nennt, beantwortet eine Frage, die sie nicht gestellt haben.
Fünf Größen decken die meisten Veranstaltungen ab. Die Anwesenheitsquote, also der Anteil der Angemeldeten, die kamen, zeigt, wie verbindlich Ihre Ansprache wirkt; ihr Gegenstück ist die No-Show-Rate. Die Gespräche je Aussteller sind die Kennzahl, die Aussteller wirklich interessiert, weil sie den Tag rechtfertigen muss.
Der Anteil qualifizierter Gespräche lässt sich nur über Rückmeldung der Aussteller erheben, ist dafür aber die einzige Größe, die etwas über Passung sagt. Die Wiederbuchungsquote ist ein ehrlicher Gesamtindikator, weil dafür Geld ausgegeben wird und niemand aus Höflichkeit wiederbucht, siehe Wiederbuchung. Und die Weiterempfehlungsbereitschaft lässt sich mit einer einzigen Frage erheben, siehe Net Promoter Score.
Wenige. Drei bis fünf, die zu den gesetzten Zielen passen und über die Jahre unverändert bleiben. Eine lange Liste erzeugt Aufwand und Scheingenauigkeit; entscheidend ist nicht die Menge der Zahlen, sondern dass dieselben Zahlen wiederholt erhoben werden. Die Befragung des AUMA ordnet die Antworten der Aussteller neun Gruppen zu, von Umsatz über Kontakte und Gespräche bis zur Kundenbindung. Das zeigt, wie breit die Auswahl ist, nicht, dass man alle braucht.
Denn eine Kennzahl aus einem einzelnen Jahr ist fast wertlos. Ihren Nutzen entfaltet sie erst im Vergleich, mit dem Vorjahr oder mit ähnlichen Veranstaltungen. Genau dafür hat die FKM im Messewesen einheitliche Definitionen geschaffen; wer nicht zertifiziert ist, sollte zumindest die eigene Zählweise schriftlich festhalten.
Am verlässlichsten sind Größen, die im Betrieb ohnehin anfallen: Einlassdaten, erfasste Kontakte über Leadscanning, angenommene Termine aus dem Matchmaking. Sie sind vollständig und niemand muss dafür etwas ausfüllen.
Selbstauskunft der Aussteller ist möglich, aber ungenauer. Sie schwankt mit der Erinnerung und mit dem Interesse, gut dazustehen. Nutzen Sie sie für das, was sich anders nicht erheben lässt, etwa die Gesprächsqualität, und nicht für Mengen, die das System kennt.
Am häufigsten werden Kennzahlen gewählt, weil sie leicht zu erheben sind, statt weil sie zum Ziel passen. Der zweite große Fehler ist, die Erhebungsweise zwischen zwei Jahren zu ändern. Damit ist der Vergleich zerstört, und der Vergleich war der ganze Zweck.
Und wer die Ergebnisse nur intern verwendet, statt sie den Ausstellern zurückzuspielen, verschenkt das stärkste Argument für das Folgejahr. Wie sich das in einen geschlossenen Ablauf einfügt, steht unter Erfolgskontrolle.
Was unterscheidet Event-KPI von der Erfolgskontrolle?
Die Kennzahlen sind die Messgrößen selbst. Die Erfolgskontrolle ist der Vorgang, in dem Ziele gesetzt, diese Größen erhoben und die Ergebnisse eingeordnet werden.
Wie erhebe ich die Zahl der Gespräche?
Am verlässlichsten aus dem System: erfasste Kontakte über Leadscanning oder angenommene Gesprächstermine aus dem Matching. Selbstauskunft der Aussteller ist möglich, aber ungenauer.
Ab wann sind die Zahlen aussagekräftig?
Ab der zweiten Veranstaltung, weil dann ein Vergleich möglich ist. Ab der dritten werden sie zum Planungsinstrument, weil sich Entwicklungen erkennen lassen.
Jan-Philipp Koch hat FairUp 2025 in Wuppertal gegründet und führt das Unternehmen als Geschäftsführer. Er schreibt das Eventlexikon und verantwortet die Inhalte von fairup.events.
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