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Hausmesse

Hausmesse

Jan-Philipp Koch
·
October 16, 2026
October 16, 2026

Eine Hausmesse ist eine messeähnliche Veranstaltung, die ein Unternehmen selbst ausrichtet, meist am eigenen Standort, um Kunden, Interessenten und Partnern Produkte und Neuheiten vorzustellen. Anders als eine Messe hat sie in der Regel nur einen Gastgeber, gelegentlich ergänzt um Lieferanten als Mitaussteller.

Besucher betrachten neue Geräte auf einem Präsentationstisch in einem Firmenraum

Was eine Hausmesse ist

Der Duden beschreibt die Hausmesse als eine von einer Firma zur Präsentation der eigenen Produkte organisierte, einer Messe ähnliche Veranstaltung. Das Messelexikon des AUMA wird konkreter: Hausmessen werden von Unternehmen für ihre Kunden als Informations- und Verkaufsveranstaltungen oft am Firmensitz durchgeführt. Sie dienen der Kundenbindung und dem konzentrierten Austausch mit Stammkunden, Zulieferern und weiteren Geschäftspartnern. Beteiligungen an klassischen Messen ersetzen sie nach Einschätzung des AUMA in der Regel nicht.

Rechtlich keine Messe

Die Gewerbeordnung definiert eine Messe in Paragraf 64 als zeitlich begrenzte, im Allgemeinen regelmäßig wiederkehrende Veranstaltung, auf der eine Vielzahl von Ausstellern das wesentliche Angebot eines oder mehrerer Wirtschaftszweige ausstellt. Unsere Einordnung: Eine Hausmesse mit einem einzigen Gastgeber erfüllt das in aller Regel nicht. Sie ist damit keine festsetzbare Messe, und die besonderen Erleichterungen festgesetzter Messen, die der AUMA als Marktprivilegien beschreibt, etwa bei Ladenschluss oder Sonntagsarbeit, gelten für sie nicht. Für den Ablauf heißt das: Öffnungszeiten, Personalplanung und Bewirtung folgen den allgemeinen Regeln.

Einladung statt offener Werbung

Unsere Einordnung aus der Praxis: Eine Hausmesse lebt von der Gästeliste. Eingeladen werden Bestandskunden, ausgewählte Interessenten und Partner, oft persönlich durch den Vertrieb. Ein Einladungsmanagement hält fest, wer eingeladen, zugesagt und erschienen ist, und verhindert, dass ein wichtiger Kunde zwei Einladungen und ein anderer keine bekommt. Wer feste Gesprächsslots anbietet, plant sie als Gesprächstermine vorab.

Unsere Einordnung: Weil Hausmessen keine Laufkundschaft haben, entscheidet die Quote der Erschienenen über den Erfolg. Ein frühes Save the Date, eine verbindliche Anmeldung und eine Erinnerung kurz vor dem Termin senken die No-Show-Rate. Wer zusätzlich weiß, welche Kunden zugesagt haben, kann die passenden Ansprechpartner aus dem Vertrieb gezielt einplanen.

Mit Lieferanten als Mitausstellern

Manche Unternehmen holen Lieferanten oder Partner mit eigenem Stand dazu, etwa Hersteller, deren Produkte sie vertreiben. Dann bekommt die Hausmesse Züge einer kleinen Messe: Flächen werden vergeben, Kosten geteilt und Kontakte am Stand erfasst. Wie Mitaussteller rechtlich und organisatorisch eingebunden werden, beschreibt der Eintrag Mitaussteller, das Erfassen der Kontakte der Eintrag Leadscanning.

Nach der Hausmesse

Der Wert zeigt sich in den Wochen danach. Unsere Einordnung: Wer erschienen ist und mit wem gesprochen hat, gehört innerhalb weniger Tage zurück an den Vertrieb, mit den Notizen aus den Gesprächen. Wie das strukturiert gelingt, steht unter Nachfassen. Wer nicht gekommen ist, bekommt eine kurze Nachricht mit den wichtigsten Neuheiten.

Häufige Fehler

Einladungen per Massenmail ohne Rücklaufkontrolle, kein Überblick über Zusagen am Vortag und Gesprächsnotizen auf Visitenkarten, die nie im System landen, sind die üblichen Schwachstellen. Dazu kommt ein Termin, der mit einer großen Branchenmesse kollidiert.

In der Praxis mit FairUp
In FairUp laden Sie Gäste mit eigenem Einladungsmanagement ein, geben Anmeldungen frei, verschicken Erinnerungen und checken per QR-Code ein, mit Namensschildern beim Einlass. Kommen Lieferanten als Aussteller dazu, bringt das Paket Expo Standwahl, Ausstellerrechnung und Lead-Scan im selben Konto. Das Event selbst ist in sechs Klicks plus Namen angelegt.

Häufige Fragen

Was ist eine Hausmesse?

Eine messeähnliche Veranstaltung, die ein Unternehmen selbst ausrichtet, meist am eigenen Standort, um Kunden, Interessenten und Partnern Produkte vorzustellen. Laut AUMA dient sie vor allem der Kundenbindung.

Ist eine Hausmesse eine Messe im Sinne der Gewerbeordnung?

In der Regel nicht. Paragraf 64 GewO setzt eine Vielzahl von Ausstellern voraus. Eine Hausmesse mit einem Gastgeber ist deshalb nicht als Messe festsetzbar, die Erleichterungen festgesetzter Messen gelten für sie nicht.

Ersetzt eine Hausmesse die Teilnahme an Fachmessen?

Nach Einschätzung des AUMA in der Regel nicht. Die Hausmesse erreicht vor allem bestehende Kontakte, eine Fachmesse zusätzlich neue Besucher aus der Branche.

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