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Eventmanagement
9 min
06.10.2026

FairUp vs. anny: Buchungssystem oder Eventplattform für Ihre Veranstaltungen?

anny macht Räume, Arbeitsplätze und Events buchbar, FairUp ist für Veranstaltungen mit Teilnehmenden, Ausstellern und Partnern gebaut. Der Vergleich zeigt, wo die Unterschiede bei Kalender, Event Operations, Ausstellerbereichen und Gebühren liegen und wann welches System passt.

Frau erklärt einem Team am Whiteboard einen Ablauf, die anderen hören am Tisch zu
Auf einen Blick
  • anny ist ein Buchungssystem für Ressourcen aller Art, von Räumen und Arbeitsplätzen bis zu Parkplätzen und Equipment. Veranstaltungen sind dort ein Anwendungsfall unter vielen.
  • FairUp ist eine Plattform für Veranstaltungen mit mehreren Beteiligten: Teilnehmende, Aussteller, Partner, Arbeitgeber und das Team des Veranstalters arbeiten in einem System.
  • Für einen öffentlichen Veranstaltungskalender mit eigenen und externen Terminen, für Karrieremessen mit Job Board und Matchmaking und für Messen mit Lead-Scan und Chat zwischen Ausstellern und Besuchern ist FairUp gebaut. Auf den Produkt- und Preisseiten von anny finden sich diese Funktionen nicht.
  • Bei Online-Zahlungen ist FairUp je Ticket günstiger: Nach beiden Preisseiten kostet ein Ticket zu 25 Euro bei anny 1,65 Euro Gebühr, bei FairUp 1,20 bis 1,35 Euro.
  • Wer Räume, Lernplätze oder Arbeitsplätze dauerhaft buchbar machen will, ist mit anny gut bedient. Beides schließt sich nicht aus.

anny ist ein Buchungssystem aus Köln, 2020 in Aachen gegründet, mit dem nach eigener Angabe mehr als 1.500 Unternehmen ihre Ressourcen buchbar machen. FairUp ist eine Eventplattform, die Anmeldung, Ticketing, Check-in, Aussteller, Karriereformate und Veranstaltungskalender in einem System verbindet. Beide Werkzeuge tauchen auf, wenn Hochschulen, Kammern, Wirtschaftsförderungen oder Unternehmen eine Software für ihre Veranstaltungen suchen, und beide können Tickets verkaufen und Gäste einchecken.

Der Unterschied liegt in der Frage, von der sie ausgehen. anny fragt: Was soll buchbar sein? FairUp fragt: Wer ist an dieser Veranstaltung beteiligt, und was braucht jeder davon? Dieser Vergleich zeigt, was daraus für Kalender, Event Operations und die Bereiche für Aussteller und Partner folgt. Alle Angaben zu anny stammen von den Seiten des Anbieters, geprüft am 6. Oktober 2026 und jeweils verlinkt.

Buchungssystem oder Eventplattform: zwei Denkweisen

Bei anny ist alles eine Ressource. Ein Meetingraum, ein Schreibtisch, ein Fahrzeug, ein Kurs oder eine Veranstaltung werden auf dieselbe Weise angelegt: mit Verfügbarkeit, Preis, Regeln und Buchungsseite. Die Lösungsübersicht von anny reicht entsprechend von Desk Sharing und Fuhrpark über Badeseen und Golfplätze bis zu Konzerten und Messeflächen. Diese Breite ist die Stärke des Systems: Eine Organisation kann sehr unterschiedliche Dinge mit einem Werkzeug buchbar machen.

Eine Veranstaltung ist aber mehr als eine buchbare Einheit. Eine Karrieremesse hat Studierende, die sich anmelden und Termine buchen, Unternehmen, die Pakete und Stände buchen, Stellen veröffentlichen und Kontakte sammeln, einen Career Service, der freigibt, abrechnet und auswertet, und oft Partner, die eigene Termine beisteuern. FairUp bildet diese Rollen als eigene Bereiche ab. Jede Gruppe sieht, was sie braucht, und alles landet in derselben Veranstaltung.

Unsere Einordnung: Für Organisationen, deren Kerngeschäft das Vermieten oder Teilen von Ressourcen ist, ist ein Buchungssystem die richtige Grundlage. Für Organisationen, deren Kerngeschäft Veranstaltungen mit mehreren Beteiligten sind, spart eine Eventplattform genau die Arbeit, die zwischen den Beteiligten entsteht.

Der Vergleich im Überblick

KriteriumFairUpanny
AusrichtungEventplattform für Veranstaltungen mit Teilnehmenden, Ausstellern und PartnernBuchungssystem für Ressourcen aller Art, Events als ein Anwendungsfall
Öffentlicher VeranstaltungskalenderEigene Adresse, einbettbar, per iCal abonnierbar, externe Termine aufnehmbar, Dritte können Termine einreichen, im kostenlosen PlanBuchungsseite und Kalender-Synchronisation der Buchungen, ein öffentlicher Kalender mit externen Terminen wird nicht genannt
AusstellerPaketbuchung, Standwahl im Hallenplan, mehrere Verantwortliche und Partner je Stand, Ausstellerkatalog, RechnungenLive-Hallenplan, Standbuchung im Self-Service, Verträge und Rechnungen
Kontakte auf der MesseLead-Scan über den QR-Code des Tickets in beide Richtungen, Chat zwischen Ausstellern und TeilnehmendenNicht genannt
KarriereformateJob Board, Talentpool, Matchmaking, Bewerbungsmappencheck mit buchbaren TerminenNicht genannt
ProgrammSessions, Agenda auf der Eventseite, Anwesenheit je SessionSession-Reservierung je Raum und Workshop
EinlassQR-Check-in, Namensschilder auf Abruf beim ScanQR-Check-in, Badgedruck beim Check-in, Check-in-Terminal als Zusatz
Nach der VeranstaltungAutomatische Umfrage, Auswertung, Exporte als Excel, CSV und PDFDashboard und automatische Exporte
Räume, Arbeitsplätze, Equipment dauerhaft buchbarNicht der Schwerpunkt, Raumplanung gibt es für VeranstaltungenKernfunktion, mit Outlook, Teams und Smart Locks
Gebühr bei Online-Zahlung0,9 bis 1,5 % Plattformgebühr plus Stripe, laut Preisseite 2,9 % plus 0,25 Euro5 % plus 0,40 Euro je Buchung

Quellen: die Preis- und Funktionsübersicht von anny, die Seiten zu Messeflächen, Event-Ticketing und Check-in sowie die Preisseite von FairUp. „Nicht genannt“ heißt: Auf diesen Seiten findet sich keine Angabe dazu.

Veranstaltungskalender: wo der Unterschied am deutlichsten ist

Ein Buchungssystem kennt Kalender vor allem als Werkzeug für die Verwaltung: Wer hat welchen Raum wann gebucht, und erscheint die Buchung im Outlook-Kalender? anny bietet dafür einen Planer und die Synchronisation mit Outlook, Google und anderen Kalendern. Das ist für Raumbuchungen genau richtig.

Ein Veranstaltungskalender beantwortet eine andere Frage, nämlich was bei einer Organisation überhaupt stattfindet. Der Kalender von FairUp hat eine eigene Adresse, lässt sich auf der eigenen Website einbetten und per iCal abonnieren. Er zeigt nicht nur die eigenen Veranstaltungen, sondern nimmt auch externe Termine auf, und Partner können Termine einreichen. Für eine Wirtschaftsförderung, die eigene Formate, die Termine ihrer Netzwerke und die Veranstaltungen von Kammern und Partnern an einem Ort zeigen will, ist das der Kern der Aufgabe. Der Kalender ist schon im kostenlosen Plan enthalten.

Unsere Einordnung: Wer nur die eigenen buchbaren Angebote zeigen will, kommt mit einer Buchungsseite aus. Wer ein Programm für eine Region, eine Hochschule oder ein Netzwerk zeigen will, braucht einen Kalender, der auch fremde Termine kennt. Wie man ihn aufbaut, beschreibt der Leitfaden zum regionalen Veranstaltungskalender, den Begriff erklärt der Lexikoneintrag Veranstaltungskalender.

Event Operations: von der Anmeldung bis zur Auswertung

Beide Systeme verkaufen Tickets, führen Wartelisten und checken Gäste per QR-Code ein. anny bietet dazu dynamische Preise, Stornoregeln und laut Check-in-Seite auch Badgedruck beim Einlass. Der Unterschied zeigt sich in dem, was um diese Schritte herum passiert.

In FairUp hat jede Ticketart eine eigene Verkaufsfrist, sodass Frühbucherpreise ohne Handarbeit auslaufen. Anmeldungen lassen sich je Veranstaltung an eine Freigabe koppeln, Einladungen laufen über ein eigenes Einladungsmanagement, und Begleitpersonen werden dem einladenden Gast zugeordnet und getrennt eingecheckt. Programmpunkte erscheinen als Sessions in der Agenda der Eventseite, mit Anwesenheit je Session. Am Ende geht automatisch eine Umfrage an die Teilnehmenden, und die Daten stehen als Excel, CSV oder PDF bereit. Mit der Event Intelligence von FairUp legen Sie eine ganze Veranstaltung per KI an.

Vorher
Eventseite, Ticketarten mit eigener Frist, Freigaben, Einladungen und Warteliste in einem System.
Am Einlass
QR-Check-in, Namensschild auf Abruf, Begleitpersonen getrennt, Anwesenheit je Session.
Währenddessen
Aussteller scannen Kontakte, Gäste scannen Aussteller, Nachrichten zwischen beiden laufen im Chat.
Danach
Automatische Umfrage, Auswertung und Exporte für Bericht, Abrechnung oder Lohnbuchhaltung.

Bereiche für Aussteller, Partner und Arbeitgeber

Hier ist der Vergleich am interessantesten, weil anny auf seiner Seite zu Messeflächen ausdrücklich einen Live-Hallenplan, Standbuchung im Self-Service, Zusatzleistungen wie Strom und WLAN sowie Verträge und Rechnungen nennt. Für die reine Vermietung von Standfläche ist das ein ernsthaftes Angebot, und das sollte in einem fairen Vergleich so stehen.

Eine Messe oder Karrieremesse endet aber nicht mit der vermieteten Fläche. Aussteller wollen auf der Veranstaltung Kontakte gewinnen. In FairUp ist der QR-Code auf dem Ticket zugleich der Code, den Aussteller scannen, und das gilt in beide Richtungen: Aussteller scannen Besucher, Besucher scannen Aussteller, ganz ohne eigenes Lesegerät. Aussteller und Teilnehmende können sich Nachrichten schreiben, Aussteller erreichen den Veranstalter über denselben Chat, und zu einem Stand lassen sich mehrere Verantwortliche und Partner anlegen. Bei Karriereformaten kommen ein Job Board, auf dem Unternehmen ihre Stellen selbst pflegen, ein Talentpool, Matchmaking und buchbare Termine für den Bewerbungsmappencheck dazu. Auf den Produkt- und Preisseiten von anny finden wir zu Lead-Scan, Chat zwischen Ausstellern und Besuchern, Job Board, Talentpool und Matchmaking keine Angaben.

Hinweis
Für den Aussteller zählt am Ende nicht der gebuchte Quadratmeter, sondern die Zahl guter Gespräche. Ein System, das Standbuchung und Kontaktaufnahme verbindet, liefert dem Veranstalter das stärkste Argument für die Wiederbuchung im nächsten Jahr.

Was kostet was?

Die beiden Preismodelle folgen der jeweiligen Denkweise. anny rechnet laut Preisseite je buchbarer Ressource ab, und auch eine Veranstaltung zählt als Ressource: bis zu fünf Ressourcen kostenlos, danach 5, 10 oder 15 Euro je Ressource und Monat, ab 50 Ressourcen nach Angebot. Funktionen wie Warteliste und 3D-Raumplaner beginnen im Tarif Professional, API und Webhooks im Tarif Business, Single Sign-on im Enterprise-Tarif. FairUp rechnet in Jahrespaketen ab: kostenlos für bis zu fünf gleichzeitige Veranstaltungen mit je 150 Teilnehmenden, darüber Starter, Pro und die Messepakete Expo und Career mit unbegrenzt vielen Veranstaltungen.

Direkt vergleichbar sind die Gebühren für Online-Zahlungen. anny nennt 5 Prozent des Betrags plus 40 Cent je Buchung. Bei FairUp fallen 1,5 Prozent im Starter oder 0,9 Prozent in Pro, Expo und Career an, dazu die Gebühr von Stripe, die die FairUp-Preisseite mit 2,9 Prozent plus 25 Cent ansetzt.

1,65 €
Gebühr bei anny für ein Ticket zu 25 €
Rechenbeispiel aus diesem Beitrag, anny.co/pricing
1,35 €
Gebühr bei FairUp Starter für dasselbe Ticket
Rechenbeispiel aus diesem Beitrag, fairup.events/preise
1,20 €
Gebühr bei FairUp Pro, Expo und Career
Rechenbeispiel aus diesem Beitrag, fairup.events/preise

Bei 1.000 Tickets zu 25 Euro sind das 1.650 Euro bei anny gegen 1.350 oder 1.200 Euro bei FairUp. Unsere Einordnung: Für eine einzelne kleine Veranstaltung mit wenigen Tickets kann anny wegen der niedrigen Grundgebühr je Ressource insgesamt günstiger sein. Je mehr Tickets verkauft werden und je mehr Aussteller abgerechnet werden, desto stärker wirkt die niedrigere Gebühr je Zahlung. Was eine Eventsoftware insgesamt kostet, rechnet der Beitrag zu Pro-Kopf-Gebühren und Pauschalen durch.

Wann anny die bessere Wahl ist

Ein ehrlicher Vergleich nennt auch die Fälle, in denen der andere Anbieter passt. Wer Räume, Lernplätze, Arbeitsplätze, Parkplätze oder Equipment dauerhaft buchbar machen will, findet in anny ein ausgereiftes Werkzeug mit Outlook- und Teams-Integration, Smart Locks, 3D-Plänen und einem KI-Telefonassistenten. Auch für Kurse, Mitgliedschaften und Termine mit festen Kapazitäten ist ein Buchungssystem die passende Grundlage.

Viele Organisationen brauchen beides. Eine Hochschulbibliothek bucht Lernplätze, der Career Service derselben Hochschule veranstaltet die Karrieremesse. Eine Kammer vermietet Seminarräume und veranstaltet zugleich Ausbildungsmessen und Unternehmerfrühstücke. In solchen Fällen ist die Frage nicht anny oder FairUp, sondern welches Werkzeug für welche Aufgabe gebaut ist.

Wann FairUp die bessere Wahl ist

FairUp lohnt sich überall dort, wo eine Veranstaltung mehrere Beteiligte zusammenbringt und der Erfolg davon abhängt, dass sie sich begegnen: Karrieremessen mit Unternehmen und Studierenden, Fachmessen und Ausstellungen mit Ausstellern und Besuchern, Business Events mit Einladungen, Freigaben und Begleitpersonen, und Programme, die als öffentlicher Kalender sichtbar sein sollen. Die Daten liegen auf Servern in Frankfurt, Auftragsverarbeitungsvertrag, technische und organisatorische Maßnahmen und die Liste der Unterauftragsverarbeiter liegen vor. Wie das an Ihrem Format aussieht, zeigen wir in einer Demo von 25 Minuten. Die Einsatzbereiche im Einzelnen beschreiben die Seiten zu Karriereevents und Hochschulen, Messen, Business Events und zum Veranstaltungskalender.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen anny und FairUp?

anny ist ein Buchungssystem für Ressourcen aller Art, Veranstaltungen sind dort ein Anwendungsfall. FairUp ist eine Eventplattform, die Teilnehmende, Aussteller, Partner und Veranstalter in einem System verbindet, mit Veranstaltungskalender, Karriere- und Messefunktionen.

Ist FairUp eine Alternative zu anny für Veranstaltungen?

Ja, vor allem für Karrieremessen, Fachmessen, Business Events und öffentliche Veranstaltungskalender. Für die dauerhafte Buchung von Räumen, Arbeitsplätzen oder Equipment ist anny gebaut, FairUp nicht.

Welches System ist bei Online-Zahlungen günstiger?

Nach den Preisseiten beider Anbieter FairUp. Für ein Ticket zu 25 Euro fallen bei anny 1,65 Euro an, bei FairUp 1,35 Euro im Starter und 1,20 Euro in Pro, Expo und Career. Die Grundgebühren sind unterschiedlich aufgebaut und kommen jeweils dazu.

Kann anny einen öffentlichen Veranstaltungskalender mit externen Terminen abbilden?

Auf den Produkt- und Preisseiten von anny ist das nicht beschrieben. Der Kalender von FairUp nimmt eigene und externe Termine auf, lässt sich einbetten, per iCal abonnieren und ist schon im kostenlosen Plan enthalten.

Hat anny Funktionen für Karrieremessen?

anny nennt Standbuchung, Ticketing und Check-in. Job Board, Talentpool, Matchmaking und Lead-Scan durch Aussteller werden auf den Produkt- und Preisseiten nicht genannt. FairUp bringt diese Funktionen für Karrieremessen mit.

Alle Angaben zu anny beruhen auf den verlinkten Seiten des Anbieters, Stand 6. Oktober 2026. Funktionen und Preise können sich ändern. Wenn Ihnen eine Angabe veraltet erscheint, schreiben Sie uns, wir korrigieren sie.

Sie können das direkt ausprobieren

Der kostenlose Plan von FairUp deckt bis zu fünf gleichzeitige Veranstaltungen mit je 150 Teilnehmenden ab: Eventseite, Anmeldung, Teilnehmerverwaltung und Check-in per QR-Code. Vollständig mit Ihrem eigenen Branding, auf Servern in Deutschland, ohne Kreditkarte.

Kostenlos starten

Dauerhaft kostenlos. Lieber erst sehen, wie es an Ihrem Format aussieht? Eine Demo dauert 25 Minuten.