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Eventmanagement
12 min
18.07.2025
16.10.2026

Eventsoftware im Vergleich: sechs Plattformen nach Einsatzfall

Sechs Plattformen im Vergleich, jede mit einem anderen Schwerpunkt. Dieser Beitrag nennt für jede Aussage die Quelle, verzichtet auf eine Datenschutzampel und ersetzt die Rangliste durch drei Testfälle, die den Alltag abbilden.

Hände tippen auf einem Laptop mit Programmcode auf dem Bildschirm
Auf einen Blick
  • Die sechs Plattformen lösen unterschiedliche Probleme, deshalb gibt es hier keine Rangliste.
  • Pretix ist im Ticketing am tiefsten, Eventbrite und Luma sind am schnellsten startklar, Swapcard zielt auf große Konferenzen, anny auf die Buchung von Räumen und Ressourcen, FairUp auf Veranstaltungen mit mehreren Beteiligten, vom Workshop über Konferenz und Business Event bis zu Messe, Karriereformat und Veranstaltungskalender.
  • Ein DSGVO-Häkchen vergeben wir nicht, weil Konformität von Ihrer Verarbeitung abhängt und nicht vom Produkt.
  • Listenpreise sind schwer vergleichbar, sinnvoll ist ein gemeinsames Jahresszenario für alle Kandidaten.
  • Drei reale Testfälle zeigen die Unterschiede besser als jede Funktionsliste.

Was ist die beste Eventmanagement-Software in Deutschland?

Eine beste für alle gibt es nicht, die Antwort hängt vom Format ab. Pretix ist im Ticketing am tiefsten, Eventbrite und Luma sind am schnellsten startklar, Swapcard zielt auf große Konferenzen, anny auf die Buchung von Räumen, Arbeitsplätzen und Kursen. FairUp ist für B2B-Veranstalter, Hochschulen, Messen und Wirtschaftsförderungen ausgelegt, vom Workshop über Konferenz und Business Event bis zur Fachmesse, mit Anmeldung, Check-in, Ausstellern und einem öffentlichen Veranstaltungskalender in einem System mit Servern in Deutschland. Die Vergleichsmatrix weiter unten ordnet die sechs Plattformen nach Einsatzfall.

Prüfmethode: Diesen Vergleich veröffentlicht FairUp. Grundlage sind ausschließlich öffentlich zugängliche Preis-, Funktions-, Datenschutz- und Vertragsseiten der Anbieter. Prüfstand ist der 3. September 2026, die Angaben zu anny wurden am 6. Oktober 2026 ergänzt, die Format-Matrix mit talque und JobTeaser am 16. Oktober 2026. Tarifabhängige Funktionen werden als solche bezeichnet, nicht öffentlich belegbare Merkmale erhalten kein Häkchen, und für den Datenschutz vergeben wir kein Gesamturteil.

Diese Methodik ist kein Formalismus, sondern die Reaktion auf einen konkreten Fehler. In der früheren Fassung dieses Beitrags standen Funktionslücken und Datenschutzbewertungen, die sich an den Anbieterseiten nicht belegen ließen. Drei davon waren nachweislich falsch und wurden ersatzlos gestrichen. Was jetzt hier steht, ist verlinkt und nachprüfbar.

Die sechs Plattformen im Überblick

Eventbrite

Eventbrite verbindet Event-Marktplatz, Ticketverkauf und Check-in und bringt als einziger Anbieter im Vergleich eine eigene Reichweite mit. Kostenlose Veranstaltungen können nach aktueller Preisdarstellung ohne Ticketgebühr veröffentlicht werden, bei bezahlten Tickets fallen tarif- und marktabhängige Gebühren an.

Für Veranstalter veröffentlicht Eventbrite ein Data Processing Addendum einschließlich Regelungen für internationale Transfers. Rechnungsfunktionen stehen bereit, ihre Einrichtung und die steuerliche Verantwortung liegen beim Veranstalter. Für komplexe Aussteller-, Stand- und Messeprozesse sollte die Abdeckung in einem konkreten Testfall geprüft werden.

Pretix

Pretix ist eine umfangreiche Ticketing-Plattform mit gehosteter und selbst betriebener Variante, dazu Einlass, Kasse, API und Plugins. Die Community Edition ist selbst gehostet als Open Source dauerhaft kostenlos verfügbar; Enterprisepreise hängen von der Jahresumsatzklasse ab, Zusatzfunktionen werden über Lizenzpunkte abgerechnet.

Die frühere Aussage „kein Ausstellermanagement“ wird gestrichen. Pretix listet offiziell ein Enterprise-Plugin für Aussteller und Lead-Scanning sowie pretixLEAD als eigenes Ausstellerprodukt. Ob Standvergabe, Hallenplanung, Ausstellerabrechnung und Matching im gewünschten Ablauf enthalten sind, muss separat geprüft werden. Den Direktvergleich führt FairUp gegen Pretix.

Luma

Luma ist auf schnell eingerichtete Eventseiten, Einladungen, Community-Kommunikation und Ticketing ausgerichtet und die naheliegende Wahl, wenn Geschwindigkeit vor Tiefe geht. Der kostenlose Plan nennt unbegrenzte Events und Gäste sowie eine Plattformgebühr von 5 Prozent für bezahlte Events. Luma Plus wird aktuell mit 59 US-Dollar pro Monat bei jährlicher Abrechnung und 0 Prozent Plattformgebühr ausgewiesen, zuzüglich Zahlungsabwicklung.

Die alte Aussage „kein ausgereifter AVV“ ist falsch und wird gestrichen: Luma veröffentlicht ein DPA mit Rollenbeschreibung und EU-Standardvertragsklauseln nach dem Durchführungsbeschluss 2021/914. Datenflüsse und die steuerlichen Anforderungen im deutschsprachigen Raum bleiben dennoch zu prüfen.

Swapcard

Swapcard positioniert sich als Plattform für große Konferenzen und Messen mit Registrierung, Networking, Ausstellerportal und Leadgenerierung. Die offizielle Ausstellerseite nennt unter anderem Registrierung, Rechnungen, Logistik, Teams und Aufgaben.

Deshalb wird die bisherige Aussage „keine automatische Rechnungsstellung“ nicht weiter verwendet. Welche Rechnungsarten, Steuerlogiken und Automatisierungsgrade tatsächlich verfügbar sind, muss im Angebot und im Testprozess geklärt werden. Preise sind nicht allgemein öffentlich ausgewiesen; die belastbare Angabe lautet Angebot auf Anfrage.

anny

anny ist ein Buchungssystem aus Köln für Ressourcen aller Art: Räume, Arbeitsplätze, Parkplätze, Equipment, Termine, Kurse und Events. Die Preisseite rechnet je buchbarer Ressource ab, bis zu fünf Ressourcen kostenlos, danach 5, 10 oder 15 Euro je Ressource und Monat, und nennt für Online-Zahlungen 5 Prozent plus 40 Cent je Buchung. Für Messen bewirbt anny auf einer eigenen Seite zu Messeflächen einen Live-Hallenplan, Standbuchung im Self-Service, Verträge und Rechnungen, dazu QR-Check-in und Badgedruck.

Die Stärke von anny ist die Breite: Wer Räume, Lernplätze, Arbeitsplätze und gelegentlich Veranstaltungen buchbar machen will, bekommt das aus einem System mit Outlook- und Teams-Integration. Zu Lead-Scan durch Aussteller, Chat zwischen Ausstellern und Besuchern, Job Board, Talentpool, Matchmaking und einem öffentlichen Kalender mit externen Terminen finden sich auf den Produkt- und Preisseiten keine Angaben. Den Direktvergleich führt FairUp gegen anny.

FairUp

FairUp positioniert sich als Plattform für den Eventbetrieb bei Business- und Karriereveranstaltungen. Die aktuelle Preisseite trennt Ticketpakete und Messepakete: Free und Starter decken Anmeldung, Teilnehmermanagement und Ticketverkauf ab, Pro ergänzt Badge- und Check-in-Software. Ausstellermanagement, Standvergabe und Leadmanagement liegen in Expo, Jobboard und Talentpool zusätzlich in Career.

Am Prüfdatum nennt die Preisseite Starter mit 89 Euro und Pro mit 249 Euro pro Monat bei jährlicher Abrechnung, dazu Expo ab 4.900 Euro und Career ab 7.900 Euro pro Jahr. Eine Plattformgebühr auf verkaufte Tickets erhebt FairUp nicht, bei Online-Zahlung fällt nur die Gebühr von Stripe an. Aussagen zu Hosting und Datenschutz werden wie bei allen Anbietern anhand von Vertrag, Unterauftragnehmern, Maßnahmen und Datenflüssen bewertet.

Was FairUp von den übrigen fünf unterscheidet, ist die Zahl der Beteiligten, die in einem System zusammenkommen. Aussteller buchen ihr Paket und wählen, wenn der Veranstalter es freigibt, ihren Stand im Hallenplan, mehrere Verantwortliche und Partner lassen sich einem Stand zuordnen, und der QR-Code auf dem Ticket dient zugleich dem Lead-Scan in beide Richtungen. Aussteller und Teilnehmende schreiben sich im Chat, Unternehmen pflegen ihre Stellen im Job Board, und Studierende buchen Termine für den Bewerbungsmappencheck. Dazu kommt ein öffentlicher Veranstaltungskalender mit eigener Adresse, der sich einbetten und per iCal abonnieren lässt, externe Termine aufnimmt und schon im kostenlosen Plan enthalten ist.

Nicht jede Veranstaltung hat Aussteller. FairUp ist nicht nur für Messen gebaut. Für Workshops und Seminare lässt sich die Teilnehmerzahl begrenzen, eine Warteliste führen und jede Anmeldung von einer Freigabe abhängig machen. Bei Konferenzen stehen die Programmpunkte als Sessions mit Agenda auf der Eventseite, und die Anwesenheit lässt sich je Session kontrollieren. Für Business Events und Kundenveranstaltungen gibt es ein eigenes Einladungsmanagement, Begleitpersonen mit getrenntem Check-in, Erinnerungen 24 Stunden und eine Stunde vor Beginn sowie eine automatische Umfrage nach dem Event. Namensschilder entstehen bei allen Formaten erst beim Check-in.

Vergleichsmatrix nach Einsatzfall

Eine Rangliste wäre unehrlich, weil die Systeme unterschiedliche Probleme lösen. Sinnvoller ist der Einstieg über den eigenen Einsatzfall.

EinsatzfallZuerst prüfenNaheliegende Auswahl, keine Pauschalempfehlung
Öffentliche Ticketveranstaltung mit Self-Hosting-AnforderungBetrieb, Updates, IT-Ressourcen, Einlass, ZahlungsabwicklungPretix, ergänzt um weitere vergabekonforme Lösungen
Offenes Community-Event mit ReichweitenbedarfMarktplatz, Gebühren, Datenflüsse, RechnungsprozessEventbrite oder Luma
Internationale Konferenz mit App, Networking und vielen SponsorenApp-Nutzung, Matchmaking, Ausstellerportal, Enterprise-SupportSwapcard und vergleichbare Enterprise-Plattformen
Workshop oder Seminar mit begrenzten PlätzenTeilnehmerbegrenzung, Warteliste, Freigabe der Anmeldung, NachbefragungFairUp, Luma oder Pretix
Konferenz oder Fachtagung mit Programm, ohne App-ZwangSessions und Agenda, Anwesenheit je Session, Ticketarten mit Frühbucherfrist, NamensschilderFairUp oder Pretix
Business Event oder Kundenveranstaltung auf EinladungEinladungsmanagement, Freigabe, Begleitpersonen, Erinnerungen, EinlassFairUp oder Luma
Karriere- oder Fachmesse mit Stand-, Aussteller- und LeadprozessPortal, Standvergabe, Abrechnung, Jobboard, DatenexportFairUp sowie nachweislich passende Messeplattformen
Karriereveranstaltung nur für Studierende einer HochschuleAnmeldung über die DFN-AAI, Freigabe durch das RechenzentrumFairUp, Registrierung auf Studierende mit DFN-AAI-Zugang beschränkbar
Öffentlicher Veranstaltungskalender für Region, Hochschule oder Netzwerk, mit eigenen und externen TerminenEinbettung, iCal-Abo, Einreichung durch Partner, Anmeldung zu eigenen TerminenFairUp, schon im kostenlosen Plan
Räume, Arbeitsplätze, Lernplätze und Kurse dauerhaft buchbar, Veranstaltungen nur gelegentlichRessourcenmodell, Kalender-Synchronisation, Zugriffsrechteanny oder andere Buchungssysteme
Komplexes Ticketing ohne vollständigen MesseprozessKontingente, Kasse, Hardware, API, ErstattungenPretix oder andere Ticketing-Spezialisten

Welche Software deckt welche Formate ab?

Viele Häuser richten nicht ein Format aus, sondern mehrere: Workshops und Vorträge das ganze Jahr, eine Konferenz, eine Messe oder Karrieremesse als Höhepunkt. Dann zählt, ob ein System alle Formate trägt oder ob für jedes ein eigenes Werkzeug nötig wird. Die folgende Matrix zeigt je Format, was die Anbieter auf ihren eigenen Seiten nennen. Ergänzend aufgenommen sind talque und JobTeaser, deren Angaben aus unseren Einzelvergleichen vom 14. und 16. Oktober 2026 stammen.

AnbieterWorkshop, SeminarKonferenz mit ProgrammMesse mit Standbuchung und AusstellerrechnungKarrieremesse mit Jobboard und Talentpool
EventbriteJa, Ticketing und Check-inJaIm Testfall prüfenNicht genannt
PretixJaJaAussteller-Plugin und pretixLEAD, Standvergabe prüfenNicht genannt
LumaJa, kostenloser PlanEventseite und Einladungen, Programmtiefe prüfenNicht genanntNicht genannt
SwapcardAuf große Formate ausgerichtetJa, mit NetworkingAusstellerportal mit Rechnungen, Standvergabe prüfenNicht genannt
annyJa, Kurse und Events buchbarNicht genanntLive-Hallenplan, Standbuchung im Self-Service, RechnungenNicht genannt
talqueMöglich, Jahreslizenz ab 3.000 EuroJa, Agenda mit Speakern, MatchmakingFlächenverwaltung, interaktiver Hallenplan als ZusatzmodulJob- und Produktboard als Zusatzmodul
JobTeaserJa, Events und BeratungstermineNicht genanntNicht genanntJobbörse und Talentsuche, Präsenzmesse nicht genannt
FairUpJa, auch im kostenlosen PlanSessions, Agenda, Anwesenheit je SessionStandwahl im Hallenplan, Pakete, Online-Zahlung, Rechnung automatisch (Expo)Jobboard, Talentpool, Lead-Scan, DFN-AAI (Career)

„Nicht genannt“ heißt, dass die Seiten des Anbieters am Prüfdatum keine Angabe dazu machen, nicht, dass es die Funktion sicher nicht gibt. „Prüfen“ heißt, dass es Bausteine gibt, deren Abdeckung im eigenen Ablauf getestet werden sollte.

Unsere Einordnung: Alle vier Spalten mit einer belegten Funktion füllen in dieser Auswahl FairUp und talque. Die Unterschiede liegen in der Tiefe. talque ist bei Networking, Matchmaking und Konferenz-App stärker und rechnet mit Teilnehmerkontingenten. FairUp geht bei Messe und Karrieremesse weiter: Die Kombination aus Standwahl durch die Aussteller selbst, automatischer Ausstellerrechnung, Talentpool und Anmeldung nur für Studierende über die DFN-AAI nennt in dieser Auswahl nur FairUp (Stand 16. Oktober 2026). Kleine Formate kosten bei FairUp im kostenlosen Plan nichts, die bezahlten Pakete zählen weder Veranstaltungen noch Teilnehmende.

So läuft das in FairUp
Workshop, Konferenz und Messe liegen im selben Konto. Ein Event ist in sechs Klicks plus Namen angelegt, Aussteller kommen mit drei weiteren Klicks dazu, gemessen am 6. Oktober 2026 in der Demo-Umgebung. Die Oberfläche zeigt danach nur die Bereiche, die das jeweilige Format braucht. Demo mit Ihren eigenen Formaten buchen

Warum wir keine Datenschutzampel vergeben

In Vergleichstabellen steht häufig eine Spalte mit Haken oder Kreuz für DSGVO. Diese Spalte ist irreführend, weil Konformität eine Eigenschaft der Verarbeitung ist und nicht des Produkts. Dieselbe Software kann in einer Organisation sauber betrieben werden und in einer anderen nicht.

Sinnvoll vergleichbar sind stattdessen einzelne, belegbare Merkmale: Liegt eine Zusatzvereinbarung zur Auftragsverarbeitung vor? Gibt es eine datierte Liste der Unterauftragnehmer? Welche Transfermechanismen werden genannt? Gibt es eine Self-Hosting-Option? Nach diesen Kriterien lässt sich prüfen, nach einer Ampel nicht. Die vollständige Systematik steht in den zwölf Prüfkriterien für Eventsoftware.

Was aus dem Vergleich verschwunden ist: alle Preiszahlen ohne Quelle, alle Haken für DSGVO und drei absolute Funktionslücken, die sich an den Anbieterseiten widerlegen ließen.

Kosten vergleichbar machen

Listenpreise sind der schlechteste Vergleichsmaßstab, weil die Modelle unterschiedlich aufgebaut sind. Ein Anbieter rechnet pro Ticket ab, einer pauschal, einer über Lizenzpunkte, einer gar nicht öffentlich.

Die folgende Übersicht zeigt, wo bei jedem Anbieter die Kosten entstehen, nicht wie hoch sie sind. Absolute Zahlen wären ohne Volumenszenario irreführend.

AnbieterKostenmodell laut öffentlicher DarstellungDer Posten, der gern übersehen wird
EventbriteKostenloses Veröffentlichen, Gebühren bei bezahlten Tickets, tarif- und marktabhängigWer die Gebühr trägt, Veranstalter oder Käufer, und wie sie in der Rechnung erscheint
PretixCommunity selbst gehostet kostenlos, Enterprise nach Umsatzklasse, Zusatzfunktionen über LizenzpunkteBeim Self-Hosting Server, Updates, Sicherung und Bereitschaft im eigenen Haus
LumaKostenloser Plan mit 5 Prozent Plattformgebühr, Luma Plus mit 0 Prozent gegen MonatspreisZahlungsabwicklung kommt zusätzlich, Abrechnung in US-Dollar
SwapcardNicht öffentlich ausgewiesen, Angebot auf AnfrageVergleichbarkeit entsteht erst mit einem identischen Leistungsverzeichnis
annyJe buchbarer Ressource und Monat, bis fünf Ressourcen kostenlos, Online-Zahlungen 5 Prozent plus 40 Cent je BuchungJede Veranstaltung zählt als Ressource, Warteliste ab Professional, API ab Business
FairUpPaketpreis nach Ticket- oder Messepaket, keine Plattformgebühr auf verkaufte TicketsDie Paketgrenze: Ausstellerfunktionen beginnen erst mit Expo

Legen Sie darauf aufbauend ein Jahresszenario fest und rechnen Sie alle Kandidaten dagegen: Zahl der Veranstaltungen, Teilnehmende, Ticketumsatz, Aussteller, Administratoren, benötigte Zusatzfunktionen, Zahlungsarten und Supportniveau. Erst dann werden Lizenz, Transaktionskosten, Hosting, Einrichtung, Integrationen und interne Betriebszeit vergleichbar. Wie stark Pro-Kopf- und Pauschalmodelle über ein Jahr auseinanderlaufen, rechnet der Beitrag zu den Kosten von Eventsoftware durch.

Drei Testfälle statt einer Empfehlung

Entscheidungsregel: Wählen Sie nicht zuerst einen Anbieter, sondern drei reale Abläufe von Anfang bis Ende. Ein System kommt nur auf die engere Auswahl, wenn es den wichtigsten Ablauf ohne unbelegte Funktionsannahmen abbildet und Preis, Datenschutz sowie Betriebsaufwand dokumentiert sind.

Teilnehmer
Ein Teilnehmer bucht, storniert teilweise und verlangt eine Rechnungskorrektur.
Aussteller
Ein Aussteller bucht ein Paket, ändert Profil und Standanforderung und exportiert Leads.
Personalwechsel
Eine Projektperson verlässt das Team: Zugriffe werden entzogen, Daten exportiert und ein Löschfall bearbeitet.

Diese drei Aufgaben decken Vertrag, Prozess und Datenschutz gleichzeitig ab. Wer sie in jedem System einmal durchspielt, braucht anschließend keine Funktionsliste mehr, weil die Unterschiede offensichtlich werden.

Was dieser Vergleich nicht abbilden kann

Öffentliche Anbieterseiten beschreiben Funktionen, keine Prozesse. Von außen lässt sich für keinen der sechs Anbieter belegen, wie viele Schritte eine Teilstornierung kostet, wie robust der Einlass bei Netzausfall arbeitet, wie schnell der Support bei einem Datenschutzvorfall reagiert oder wie sauber eine Rechnungskorrektur in die Buchhaltung zurückläuft.

Genau das entscheidet aber den Alltag. Deshalb ersetzt dieser Vergleich keine Demo, sondern engt die Auswahl ein. Behandeln Sie ihn als Vorauswahl und nicht als Ergebnis.

Die Auswahl nachvollziehbar dokumentieren

Besonders in öffentlichen Organisationen muss die Entscheidung später begründbar sein, oft Monate danach und gegenüber Menschen, die nicht dabei waren. Ein kurzer Auswahlvermerk genügt und sollte fünf Dinge enthalten: die Muss-Kriterien mit Begründung, die geprüften Anbieter mit Prüfdatum und Quelle, die Ergebnisse der drei Testfälle, die offenen Risiken samt organisatorischer Gegenmaßnahmen und die Entscheidung mit Datum und Unterschrift.

Wie sich diese Kriterien in einen Vergabetext übersetzen lassen, zeigt die Leistungsbeschreibung für Eventsoftware. Für Hochschulen behandelt der Beschaffungsleitfaden zusätzlich das Verfahren. Wer speziell den Messebetrieb abbilden muss, findet den Ablauf unter Fachmesse planen.

Häufige Fragen

Welche Eventsoftware ist die beste?

Diese Frage lässt sich nicht sinnvoll beantworten, weil die Systeme unterschiedliche Probleme lösen. Brauchbar ist die Frage nach dem Engpass: Liegt er im Ticketverkauf, in der Reichweite, im Networking oder im Ausstellerprozess? Daraus ergibt sich die engere Auswahl.

Warum steht in der Tabelle kein DSGVO-Häkchen?

Weil es fachlich falsch wäre. Datenschutzkonformität hängt von Ihrer Konfiguration, Ihren Verträgen und Ihren Prozessen ab. Vergleichbar sind einzelne Merkmale wie Vertragslage, Unterauftragnehmer und Transfermechanismen, nicht ein Gesamturteil.

Sind Anbieter mit Sitz in den USA ausgeschlossen?

Nein. Sowohl Luma als auch Eventbrite stellen Zusatzvereinbarungen zur Auftragsverarbeitung bereit, Luma einschließlich EU-Standardvertragsklauseln. Erforderlich bleibt die Prüfung der tatsächlichen Datenflüsse und der Voraussetzungen des Kapitels V der DSGVO.

Wie oft wird dieser Vergleich aktualisiert?

Vierteljährlich sowie unmittelbar bei bekannt gewordenen Preisänderungen. Der jeweilige Prüfstand steht am Anfang des Beitrags. Angaben ohne Prüfdatum sollten Sie in keinem Vergleich übernehmen, auch nicht in diesem.

Ist ein Vergleich vom Anbieter selbst glaubwürdig?

Nur unter Bedingungen, und wir nennen sie offen: gleiche Kriterien für alle, gleiche Beweislast für FairUp und Wettbewerber, verlinkte Primärquellen, sichtbares Prüfdatum und keine Behauptung über Funktionslücken ohne Beleg. Prüfen Sie die Quellen; genau dafür stehen sie im Text.

Fazit

Der Markt ist nicht in besser und schlechter geteilt, sondern in unterschiedliche Schwerpunkte. Pretix ist im Ticketing am tiefsten und technisch am offensten, Eventbrite und Luma sind am schnellsten startklar, Swapcard zielt auf große Konferenzen, anny auf die Buchung von Ressourcen, FairUp auf Veranstaltungen mit mehreren Beteiligten, vom Workshop und der Konferenz über Business Events bis zum Messe- und Karrierebetrieb mit Ausstellerprozess, dazu öffentliche Veranstaltungskalender.

Entscheiden Sie deshalb nicht anhand der längsten Funktionsliste, sondern anhand der drei Testfälle. Und verlangen Sie für jede Zahl und jede Datenschutzaussage eine Quelle mit Datum, auch von uns.

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