talentefinder und FairUp werden bei Karrieremessen an Hochschulen häufig gemeinsam genannt. Beide bringen Studierende und Unternehmen zusammen, aber sie lösen unterschiedliche Hälften derselben Veranstaltung. Dieser Vergleich zeigt, welche Plattform zu welchem Format passt, und wo die jeweiligen Grenzen liegen.

Wer eine Karrieremesse an einer Hochschule plant, stößt schnell auf beide Namen. talentefinder und FairUp bringen Studierende und Unternehmen zusammen, beide unterstützen digitale und hybride Formate. Der Unterschied liegt nicht in der Qualität, sondern im Zuschnitt: talentefinder ist auf das Zusammenbringen von Talenten und Unternehmen spezialisiert, FairUp bildet zusätzlich die Organisation der Veranstaltung ab.
Dieser Vergleich beruht ausschließlich auf den öffentlich verfügbaren Angaben beider Anbieter, Stand August 2026. Funktionen, die ein Anbieter nicht auf seiner Website bewirbt, können im Einzelfall dennoch verfügbar sein. Fragen Sie im Zweifel direkt nach.
talentefinder bezeichnet sich selbst als die Matchmaking-Plattform Nummer eins für Talente und Unternehmen und konzentriert sich vollständig auf digitale und hybride Recruiting-Events. Der Schwerpunkt ist klar erkennbar:
Wer genau das sucht, ein fokussiertes Recruiting-Event ohne Standflächen, ohne Ticketverkauf und ohne Abrechnung gegenüber Ausstellern, bekommt bei talentefinder ein spezialisiertes Werkzeug mit einem klaren Schwerpunkt. Das ist kein Nachteil, sondern eine bewusste Positionierung.
Eine Karrieremesse besteht aus zwei Hälften. Die eine ist die Begegnung: Wer spricht mit wem, und wie kommen die richtigen Gespräche zustande? Die andere ist die Organisation: Aussteller gewinnen, Standflächen vergeben, Hallenpläne pflegen, Rechnungen stellen, Zahlungen nachverfolgen, Einlass kontrollieren, Badges drucken.
Diese zweite Hälfte ist der Teil, der Orga-Teams die Abende kostet. Auf der Website von talentefinder werden Ausstellermanagement, Standbuchung, Hallenplanung, Ticketing und Check-in mit Badgedruck nicht als Funktionen beworben (Stand August 2026). Der Schwerpunkt liegt erkennbar auf Matchmaking und Recruiting.
FairUp deckt beide Hälften in einem System ab. Das Career-Paket enthält den vollständigen Messe-Funktionsumfang mit Ausstellermanagement, Standbuchung, Hallenplanung und Badgedruck und ergänzt ihn um Jobboard, Talentpool, digitale Firmenprofile mit CV-Upload und Matchmaking.
Beworben auf der jeweiligen Anbieter-Website, Stand August 2026:
Es gibt Konstellationen, in denen die schlankere Lösung die richtige ist:
FairUp veröffentlicht seine Preise vollständig: Der Free-Plan ist dauerhaft kostenlos, Starter liegt bei 1.068 € pro Jahr, das Career-Paket für Karrieremessen beginnt bei 7.900 € pro Jahr. Alle Pläne gelten für eine unbegrenzte Zahl von Veranstaltungen, und es fallen keine Pro-Kopf-Gebühren pro Teilnehmer an. Eine Messe mit 300 Besuchern kostet in der Lizenz dasselbe wie eine mit 3.000.
talentefinder veröffentlicht keine Preise; der Weg führt über eine Anfrage. Für Hochschulen und öffentliche Träger, die für die Beschaffung ein prüffähiges Festpreisangebot brauchen, ist das ein zusätzlicher Schritt.
Technisch spricht nichts dagegen, praktisch entsteht dabei genau das Problem, das eine Plattform vermeiden soll: doppelte Datenhaltung. Teilnehmerdaten lägen in zwei Systemen, was den DSGVO-Aufwand erhöht und die Auswertung erschwert.
Für Karrieremessen und Firmenkontaktmessen ja. Dafür ist das Career-Paket gebaut. Für ganzjähriges Recruiting außerhalb von Veranstaltungen ist eine dedizierte Recruiting-Software der passendere Ort.
FairUp verarbeitet alle Daten auf Servern in Deutschland und stellt einen Auftragsverarbeitungsvertrag bereit. Für Hochschulen und öffentliche Einrichtungen ist beides in der Regel Voraussetzung.
Der Free-Plan ist Self-Service und sofort nutzbar. Für das Career-Paket richten wir Ausstellerstruktur und Hallenplan gemeinsam ein; den Zeitplan stimmen wir auf Ihren Messetermin ab. Unser Leitfaden beschreibt eine realistische Vorlaufzeit von acht Wochen.
talentefinder und FairUp sind keine Alternativen im engeren Sinn, sondern Lösungen für unterschiedliche Aufgaben. Wenn Ihre Karrieremesse ein reines Begegnungsformat ist, reicht eine Matchmaking-Plattform. Sobald Standflächen vergeben, Rechnungen gestellt und Besucher eingelassen werden müssen, brauchen Sie ein System, das beide Hälften abdeckt. Sonst kommt die zweite Hälfte doch wieder in Excel zurück.
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