Business Events
Konferenzen, Networking Events und weitere Veranstaltungsformate flexibel organisieren.
Karriereevents und Hochschulen
Karrieremessen und Firmenkontaktmessen zentral planen und durchführen.
Messen und Ausstellungen
Komplexe Veranstaltungen mit Ausstellern, Partnern und Teilnehmenden steuern.
Veranstaltungskalender
Termine von Haus, Netzwerken und Partnern in einem Kalender bündeln.
talentefinder und FairUp werden bei Karrieremessen an Hochschulen häufig gemeinsam genannt. Beide bringen Studierende und Unternehmen zusammen, aber sie lösen unterschiedliche Hälften derselben Veranstaltung. Dieser Vergleich zeigt anhand der öffentlichen Angaben beider Anbieter, welche Plattform zu welchem Format passt, wo die jeweiligen Grenzen liegen und worauf es beim Matching selbst ankommt.

Wer eine Karrieremesse an einer Hochschule plant, stößt schnell auf beide Namen. talentefinder und FairUp bringen Studierende und Unternehmen zusammen. Der Unterschied liegt nicht in der Qualität, sondern im Zuschnitt: talentefinder ist auf das Zusammenbringen von Talenten und Unternehmen spezialisiert, FairUp bildet zusätzlich die Organisation der Veranstaltung ab, von der Standbuchung bis zur Rechnung.
Dieser Vergleich beruht ausschließlich auf den öffentlich verfügbaren Angaben beider Anbieter, Stand 29. September 2026. Er stammt von FairUp. Funktionen, die ein Anbieter nicht auf seiner Website bewirbt, können im Einzelfall trotzdem verfügbar sein. Fragen Sie im Zweifel direkt nach.
talentefinder bezeichnet sich auf seiner Website als Matchmaking-Plattform Nummer eins für digitale und hybride Events. Im Mittelpunkt stehen das Matching zwischen Talenten und Unternehmen, Nachrichten und Termine zwischen beiden Seiten und eine eigene App für Teilnehmende. Die Website führt bevorstehende Events verschiedener Veranstalter auf und richtet sich ausdrücklich an Veranstalterinnen und Veranstalter von Recruiting-Events.
Preise veröffentlicht talentefinder auf der Website nicht; der Weg führt über eine Anfrage. Wer genau ein fokussiertes Recruiting-Event mit Schwerpunkt auf der Qualität der Gespräche sucht, bekommt ein spezialisiertes Werkzeug mit klarer Positionierung.
Eine Karrieremesse besteht aus zwei Hälften. Die eine ist die Begegnung: Wer spricht mit wem, und wie kommen die richtigen Gespräche zustande? Die andere ist die Organisation: Aussteller gewinnen, Standflächen vergeben, Hallenpläne pflegen, Rechnungen stellen, Zahlungen nachverfolgen, Einlass kontrollieren, Namensschilder drucken.
Die zweite Hälfte ist der Teil, der Orga-Teams die Abende kostet. Auf der Website von talentefinder werden Ausstellermanagement, Standbuchung, Hallenplanung, Ticketing und Check-in mit Badgedruck nicht als Funktionen beworben. FairUp deckt beide Hälften ab: Das Paket Career enthält den Messe-Funktionsumfang mit Ausstellermanagement, Standbuchung, Hallenplan, Badge- und Check-in-Software und ergänzt ihn um Jobboard, Talentpool, digitale Firmenprofile mit Lebenslauf-Upload und Matchmaking zwischen Studierenden und Unternehmen.
| Merkmal | talentefinder, laut Website | FairUp, laut Preisseite |
|---|---|---|
| Matching Studierende und Unternehmen | Kernfunktion | im Paket Career |
| Nachrichten und Termine | beworben | nicht gesondert beworben |
| Formate | digital und hybrid | Präsenz mit Check-in, hybrid nicht beworben |
| Eigene App | ja | keine eigene App beworben |
| Ausstellermanagement und Standbuchung | nicht beworben | ab Expo |
| Rechnungen an Aussteller | nicht beworben | im Ausstellermanagement |
| Check-in und Badgedruck | nicht beworben | enthalten |
| Preise | auf Anfrage | veröffentlicht, Career ab 7.900 Euro im Jahr |
Die Einordnung beider Ansätze neben den übrigen Anbietern steht im Vergleich von Eventsoftware nach Einsatzfall.
Weil Matching bei beiden Plattformen eine Rolle spielt, lohnt ein Blick darauf, was es leisten sollte. Erstens braucht es gute Daten auf beiden Seiten: Unternehmen, die ihre Stellen und Anforderungen konkret angeben, und Studierende, die ihr Profil vollständig ausfüllen. Das beste Verfahren scheitert an leeren Profilen. Zweitens sollten Vorschläge nachvollziehbar und korrigierbar sein. Die Forschung zur Algorithmusaversion von Dietvorst, Simmons und Massey zeigt, dass Menschen algorithmischen Vorschlägen eher folgen, wenn sie diese selbst anpassen können (Management Science 64(3), 2018).
Drittens gehört Matching im Bereich Beschäftigung zu den Anwendungen, die unter der KI-Verordnung besonders beobachtet werden. Wo die Grenze zwischen einem Vorschlag und einer Hochrisiko-Anwendung verläuft, beschreibt der Beitrag zu KI-Matching und dem AI Act. Wie Matching auf Veranstaltungen grundsätzlich funktioniert, steht im Eintrag zum Matchmaking.
Sobald Studierende Lebensläufe hochladen, die Unternehmen einsehen können, wird der Datenschutz anspruchsvoller. Die Weitergabe an Arbeitgeber braucht eine ausdrückliche Einwilligung, die nach Artikel 7 Absatz 3 DSGVO jederzeit widerrufen werden kann. Studierende sollten sehen, welche Unternehmen Zugriff haben, und es braucht eine Frist, nach der Profile ohne erneute Bestätigung gelöscht werden.
Diese Fragen stellen sich bei beiden Plattformen gleich. Klären Sie mit jedem Anbieter, wer für die Profile verantwortlich ist, die Hochschule oder die Plattform, und wie lange die Daten bleiben. Mehr dazu steht im Eintrag zum Talentpool.
Ein großer Teil der Arbeit einer Karrieremesse liegt Wochen vor dem Termin. Unternehmen müssen eingeladen werden, Pakete wählen, ihre Profile anlegen, Stellen einstellen und ihren Stand buchen. Bei einer Messe mit vierzig Ausstellern sind das vierzig Abstimmungen, jede mit Rückfragen zu Logo, Standgröße und Rechnungsadresse. Wo diese Schritte in einem Ausstellerportal zusammenlaufen, prüft das Team, statt zu erfassen.
Diese Vorbereitung ist unabhängig vom Matching. Selbst die beste Vermittlung hilft wenig, wenn am Messetag drei Unternehmen ohne Stand dastehen, weil die Buchung per Mail untergegangen ist. Wie eine Firmenkontaktmesse organisatorisch aufgebaut ist, beschreibt der Eintrag zur Firmenkontaktmesse.
Am Messetag zählen Einlass und Orientierung. Bei FairUp trägt jedes Ticket einen QR-Code, der am Eingang gescannt wird; das Namensschild wird erst in diesem Moment gedruckt. Derselbe Code dient bei Messen und Karriereformaten zugleich der Kontakterfassung: Aussteller scannen Besucher, und Besucher können genauso Aussteller scannen. Ein eigenes Gerät für die Kontakterfassung braucht es dafür nicht.
Bei einem rein digitalen Format fällt dieser Teil weg, und genau dort ist eine auf digitale Begegnung spezialisierte Plattform in ihrem Element. Bei einer Präsenzmesse ist er der Moment, in dem sich zeigt, ob die Vorbereitung getragen hat. Wie Kontakterfassung vor Ort funktioniert, beschreibt der Eintrag zum Leadscanning.
Nach der Messe wollen Unternehmen wissen, was ihre Teilnahme gebracht hat, und die Hochschule will wissen, ob sich die Messe gelohnt hat. Dafür braucht es gezählte Besucher, die Verteilung nach Fachbereichen, die Zahl der Gespräche und eine kurze Befragung beider Seiten. Die wichtigste Kennzahl für die nächste Ausgabe ist die Wiederbuchung der Aussteller.
Liegen Anmeldung, Check-in und Ausstellerdaten in einem System, entsteht dieser Bericht ohne Zusammenkopieren. Liegt das Matching in einem anderen System, muss man zwei Quellen zusammenführen. Das ist machbar, sollte aber vor der Messe geplant werden, nicht danach.
Es gibt Konstellationen, in denen die spezialisierte Lösung die richtige ist. Das Event ist rein digital oder hybrid, und es gibt keine Standflächen zu vergeben. Die Teilnahme ist für Unternehmen kostenfrei oder wird zentral abgerechnet, es entsteht also kein Rechnungslauf. Die Hochschule hat für Anmeldung und Abrechnung bereits eigene Systeme, die nicht abgelöst werden sollen. Und der Fokus liegt ausschließlich auf der Qualität der Gespräche, nicht auf der Messelogistik.
In diesen Fällen zahlt man bei einer Plattform mit vollem Messeumfang für Funktionen, die nicht gebraucht werden. Eine eigene App für Teilnehmende kann außerdem bei digitalen Formaten ein Vorteil sein, weil sie Nachrichten und Termine auf dem Telefon bündelt.
FairUp passt, wenn es Standflächen gibt, die vergeben, im Hallenplan gezeigt und bezahlt werden müssen. Wenn Aussteller für die Teilnahme zahlen und eine ordentliche Rechnung erwarten. Wenn die Veranstaltung in Präsenz stattfindet und Einlasskontrolle und Namensschilder braucht. Wenn mehrere Veranstaltungen im Jahr mit denselben Vorlagen laufen sollen. Und wenn die Beschaffung ein prüffähiges Angebot mit nachvollziehbaren Preisen verlangt.
Wie eine Hochschule ihre Karrieremesse insgesamt aufsetzt, von der Rechtsgrundlage bis zur Umsatzsteuer auf Standgebühren ab 2027, beschreibt der Beitrag zur Karrieremesse an Hochschulen.
Technisch spricht nichts dagegen, eine Plattform für die Organisation und eine andere für das Matching zu nutzen. Praktisch entsteht dabei das Problem, das eine Plattform eigentlich vermeiden soll: Teilnehmerdaten liegen in zwei Systemen, jede mit eigenem Vertrag, eigener Löschfrist und eigener Auswertung. Wer diesen Weg geht, sollte vorher festlegen, welche Daten wo entstehen, welche übertragen werden und wer für welchen Teil verantwortlich ist. Mit jedem Anbieter braucht es dann einen eigenen Auftragsverarbeitungsvertrag; die Punkte dafür führt die AVV-Checkliste auf.
FairUp veröffentlicht seine Preise auf der Preisseite: Der Free-Plan ist dauerhaft kostenlos, Starter kostet 1.068 Euro im Jahr, das Paket Career beginnt bei 7.900 Euro im Jahr, jeweils für unbegrenzt viele Veranstaltungen und ohne Pro-Kopf-Gebühren. Career umfasst bis zu 100 Aussteller je Veranstaltung. talentefinder veröffentlicht keine Preise.
Für Hochschulen und öffentliche Träger hat das eine praktische Folge. Wer eine Beschaffung vorbereitet, muss den Auftragswert schätzen, und veröffentlichte Preise machen diese Schätzung einfacher. Ein Angebot auf Anfrage ist deswegen nicht schlechter, verlangt aber einen zusätzlichen Schritt. Wie eine Beschaffung sauber abläuft, beschreibt der Leitfaden zur Beschaffung von Eventsoftware.
Ein fairer Vergleich entsteht erst mit denselben Fragen an beide Seiten. Was kostet die Plattform für unsere Messe mit unserer Zahl an Unternehmen und Studierenden, einschließlich Einrichtung und Schulung? Wie funktioniert das Matching, auf welchen Angaben beruht es, und können Studierende und Unternehmen Vorschläge anpassen oder ablehnen? Wer ist für Profile und Lebensläufe verantwortlich, und nach welcher Frist werden sie gelöscht?
Dazu kommen die organisatorischen Fragen: Wie werden Standflächen vergeben und abgerechnet, und in welchem Format entstehen die Rechnungen an die Unternehmen? Wie läuft der Einlass am Messetag? Welche Daten lassen sich nach der Messe exportieren, und wie kommen sie in unsere eigenen Systeme? Lassen Sie sich die Antworten schriftlich geben und die Plattform an Ihrer eigenen Messe zeigen, nicht an einem Beispiel.
Auf Karrieremessen bleibt es selten bei der Messe selbst, Workshops, Vorträge und Bewerbungsmappenchecks gehören oft dazu. FairUp ist nicht nur für Messen gebaut. Für Workshops und Seminare lässt sich die Teilnehmerzahl begrenzen, eine Warteliste führen und jede Anmeldung von einer Freigabe abhängig machen. Bei Konferenzen stehen die Programmpunkte als Sessions mit Agenda auf der Eventseite, und die Anwesenheit lässt sich je Session kontrollieren. Für Business Events und Kundenveranstaltungen gibt es ein eigenes Einladungsmanagement, Begleitpersonen mit getrenntem Check-in, Erinnerungen 24 Stunden und eine Stunde vor Beginn sowie eine automatische Umfrage nach dem Event. Namensschilder entstehen bei allen Formaten erst beim Check-in.
Wie das an einer Firmenveranstaltung oder Konferenz aussieht, zeigt die Seite FairUp für Business Events.
Technisch ja. Praktisch liegen Teilnehmerdaten dann in zwei Systemen, was den Datenschutzaufwand erhöht und die Auswertung erschwert. Legen Sie vorher fest, welche Daten wo entstehen und wer wofür verantwortlich ist.
Für Karrieremessen und Firmenkontaktmessen, bei denen auch Standvergabe und Abrechnung laufen, ist das Paket Career dafür gebaut. Liegt der Schwerpunkt ausschließlich auf digitalen Gesprächen ohne Messelogistik, kann eine spezialisierte Plattform die schlankere Wahl sein.
FairUp ist auf Veranstaltungen mit Anmeldung, Check-in vor Ort und Ausstellerverwaltung ausgerichtet. Mit einem hybriden Format samt eigener Videoübertragung wirbt FairUp nicht. talentefinder nennt digitale und hybride Events als Schwerpunkt.
Auf der Website nicht. Der Weg führt über eine Anfrage.
Das hängt vom Vertrag ab und sollte vor dem Start geklärt sein. Fragen Sie jeden Anbieter, ob die Hochschule oder die Plattform für Profile und Lebensläufe verantwortlich ist, und wie lange die Daten gespeichert bleiben.
Wie Luma als einfaches Werkzeug für Community-Events einzuordnen ist, steht im Vergleich FairUp und Luma.
Standvergabe, Ausstellerportal, Abrechnung und Messekatalog gehören zu den kostenpflichtigen Paketen. In einer Demo gehen wir den Ablauf an einem echten Standpaket oder an Ihrem eigenen Veranstaltungsformat durch, nicht an einem Beispiel.
Demo mit eigenem Fall buchen25 Minuten, unverbindlich. Was ohne Kosten möglich ist, steht auf der Preisseite.