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Karrieremessen
8 min
05.08.2026

FairUp vs. talentefinder: Matchmaking ist nur die halbe Karrieremesse

talentefinder und FairUp werden bei Karrieremessen an Hochschulen häufig gemeinsam genannt. Beide bringen Studierende und Unternehmen zusammen, aber sie lösen unterschiedliche Hälften derselben Veranstaltung. Dieser Vergleich zeigt, welche Plattform zu welchem Format passt, und wo die jeweiligen Grenzen liegen.

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Zwei Plattformen, zwei unterschiedliche Aufgaben

Wer eine Karrieremesse an einer Hochschule plant, stößt schnell auf beide Namen. talentefinder und FairUp bringen Studierende und Unternehmen zusammen, beide unterstützen digitale und hybride Formate. Der Unterschied liegt nicht in der Qualität, sondern im Zuschnitt: talentefinder ist auf das Zusammenbringen von Talenten und Unternehmen spezialisiert, FairUp bildet zusätzlich die Organisation der Veranstaltung ab.

Dieser Vergleich beruht ausschließlich auf den öffentlich verfügbaren Angaben beider Anbieter, Stand August 2026. Funktionen, die ein Anbieter nicht auf seiner Website bewirbt, können im Einzelfall dennoch verfügbar sein. Fragen Sie im Zweifel direkt nach.

Was talentefinder gut macht

talentefinder bezeichnet sich selbst als die Matchmaking-Plattform Nummer eins für Talente und Unternehmen und konzentriert sich vollständig auf digitale und hybride Recruiting-Events. Der Schwerpunkt ist klar erkennbar:

  • Matchmaking als Kernfunktion: Studierende und Unternehmen werden gezielt zusammengeführt statt zufällig
  • Eigene App für Teilnehmende
  • Stellenveröffentlichung: Unternehmen hinterlegen die Vakanzen, die zum jeweiligen Event passen
  • Etablierte Hochschulreferenzen, unter anderem die WFI-Talentemesse

Wer genau das sucht, ein fokussiertes Recruiting-Event ohne Standflächen, ohne Ticketverkauf und ohne Abrechnung gegenüber Ausstellern, bekommt bei talentefinder ein spezialisiertes Werkzeug mit einem klaren Schwerpunkt. Das ist kein Nachteil, sondern eine bewusste Positionierung.

Wo der Unterschied liegt: die Veranstalterseite

Eine Karrieremesse besteht aus zwei Hälften. Die eine ist die Begegnung: Wer spricht mit wem, und wie kommen die richtigen Gespräche zustande? Die andere ist die Organisation: Aussteller gewinnen, Standflächen vergeben, Hallenpläne pflegen, Rechnungen stellen, Zahlungen nachverfolgen, Einlass kontrollieren, Badges drucken.

Diese zweite Hälfte ist der Teil, der Orga-Teams die Abende kostet. Auf der Website von talentefinder werden Ausstellermanagement, Standbuchung, Hallenplanung, Ticketing und Check-in mit Badgedruck nicht als Funktionen beworben (Stand August 2026). Der Schwerpunkt liegt erkennbar auf Matchmaking und Recruiting.

FairUp deckt beide Hälften in einem System ab. Das Career-Paket enthält den vollständigen Messe-Funktionsumfang mit Ausstellermanagement, Standbuchung, Hallenplanung und Badgedruck und ergänzt ihn um Jobboard, Talentpool, digitale Firmenprofile mit CV-Upload und Matchmaking.

Funktionen im direkten Vergleich

Beworben auf der jeweiligen Anbieter-Website, Stand August 2026:

  • Matchmaking: beide
  • Jobboard und Stellenveröffentlichung: beide
  • Digitale und hybride Formate: beide
  • Ausstellermanagement: nur FairUp
  • Standbuchung und Hallenplanung: nur FairUp
  • Ticketing und Zahlungsabwicklung: nur FairUp
  • Check-in und Badgedruck: nur FairUp
  • Rechnungsstellung an Aussteller: nur FairUp
  • Öffentliche Preise: nur FairUp

Wann talentefinder die bessere Wahl ist

Es gibt Konstellationen, in denen die schlankere Lösung die richtige ist:

  • Das Event ist rein digital und es gibt keine Standflächen zu vergeben
  • Die Teilnahme ist für Unternehmen kostenfrei oder wird zentral abgerechnet, es entsteht also kein Rechnungslauf
  • Die Hochschule hat für Anmeldung und Abrechnung bereits eigene Systeme, die nicht abgelöst werden sollen
  • Der Fokus liegt ausschließlich auf der Qualität der Gespräche, nicht auf der Messelogistik

Wann FairUp die bessere Wahl ist

  • Es gibt Standflächen, die vergeben, visualisiert und bezahlt werden müssen
  • Aussteller zahlen für die Teilnahme und erwarten eine ordentliche Rechnung, idealerweise automatisch
  • Die Veranstaltung findet in Präsenz oder hybrid statt und braucht Einlasskontrolle und Badges
  • Es sollen mehrere Veranstaltungen pro Jahr mit denselben Vorlagen laufen
  • Die Beschaffung verlangt ein prüffähiges Angebot mit nachvollziehbaren Preisen

Die Kostenfrage

FairUp veröffentlicht seine Preise vollständig: Der Free-Plan ist dauerhaft kostenlos, Starter liegt bei 1.068 € pro Jahr, das Career-Paket für Karrieremessen beginnt bei 7.900 € pro Jahr. Alle Pläne gelten für eine unbegrenzte Zahl von Veranstaltungen, und es fallen keine Pro-Kopf-Gebühren pro Teilnehmer an. Eine Messe mit 300 Besuchern kostet in der Lizenz dasselbe wie eine mit 3.000.

talentefinder veröffentlicht keine Preise; der Weg führt über eine Anfrage. Für Hochschulen und öffentliche Träger, die für die Beschaffung ein prüffähiges Festpreisangebot brauchen, ist das ein zusätzlicher Schritt.

Häufige Fragen (FAQ)

Kann man beide Systeme parallel nutzen?

Technisch spricht nichts dagegen, praktisch entsteht dabei genau das Problem, das eine Plattform vermeiden soll: doppelte Datenhaltung. Teilnehmerdaten lägen in zwei Systemen, was den DSGVO-Aufwand erhöht und die Auswertung erschwert.

Ersetzt FairUps Matchmaking eine spezialisierte Recruiting-Plattform?

Für Karrieremessen und Firmenkontaktmessen ja. Dafür ist das Career-Paket gebaut. Für ganzjähriges Recruiting außerhalb von Veranstaltungen ist eine dedizierte Recruiting-Software der passendere Ort.

Was ist mit der DSGVO?

FairUp verarbeitet alle Daten auf Servern in Deutschland und stellt einen Auftragsverarbeitungsvertrag bereit. Für Hochschulen und öffentliche Einrichtungen ist beides in der Regel Voraussetzung.

Wie schnell lässt sich eine Karrieremesse aufsetzen?

Der Free-Plan ist Self-Service und sofort nutzbar. Für das Career-Paket richten wir Ausstellerstruktur und Hallenplan gemeinsam ein; den Zeitplan stimmen wir auf Ihren Messetermin ab. Unser Leitfaden beschreibt eine realistische Vorlaufzeit von acht Wochen.

Fazit

talentefinder und FairUp sind keine Alternativen im engeren Sinn, sondern Lösungen für unterschiedliche Aufgaben. Wenn Ihre Karrieremesse ein reines Begegnungsformat ist, reicht eine Matchmaking-Plattform. Sobald Standflächen vergeben, Rechnungen gestellt und Besucher eingelassen werden müssen, brauchen Sie ein System, das beide Hälften abdeckt. Sonst kommt die zweite Hälfte doch wieder in Excel zurück.

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