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Ringvorlesung

Ringvorlesung

Jan-Philipp Koch
·
October 18, 2026
October 18, 2026

Eine Ringvorlesung ist eine Vorlesungsreihe einer Hochschule, bei der zu einem gemeinsamen Thema in jeder Sitzung eine andere Person vorträgt, oft aus verschiedenen Fächern und Einrichtungen. Viele Ringvorlesungen sind öffentlich und kostenlos, manche verlangen eine Anmeldung oder lassen sich als Studienleistung anrechnen.

Referent spricht in einem Hörsaal vor aufmerksamem Publikum

Was eine Ringvorlesung ausmacht

Der Name beschreibt das Prinzip: Ein Thema geht reihum durch verschiedene Vortragende. Die Universität Zürich beschreibt ihre Ringvorlesungen als öffentliche Vorlesungsreihen während des Semesters, in denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihr Wissen an die Gesellschaft weitergeben, und betont, dass der Ansatz oft interdisziplinär ist. Die Vorlesungen sind dort kostenlos und ohne Anmeldung zugänglich, einzelne Reihen werden aufgezeichnet.

An der Universität Regensburg zeigt das Programm des Wintersemesters 2026/27 die typische Form: ein Oberthema, wöchentliche Termine zur gleichen Zeit und Referierende aus mehreren Disziplinen und Einrichtungen. Dort gibt es aber auch Reihen, die online stattfinden und für die eine Anmeldung Voraussetzung ist.

Zwischen Lehre und Öffentlichkeit

Ringvorlesungen erfüllen oft zwei Zwecke zugleich. Die Universitätsbibliothek Rostock etwa bindet ihre Reihe in ein Modul ein, für das Studierende nach erfolgreicher Teilnahme ein Zertifikat erhalten, und lädt zugleich alle Interessierten ein. Unsere Einordnung: Sobald eine Ringvorlesung angerechnet wird, braucht es einen Nachweis der Anwesenheit. Ist sie rein öffentlich, steht dagegen die Reichweite im Vordergrund, und eine Anmeldung schreckt eher ab.

Organisation

Unsere Einordnung aus der Praxis: Der Aufwand steckt in der Koordination. Zehn bis vierzehn Referierende müssen für feste Termine gewonnen, ihre Titel und Abstracts eingesammelt und Reise und gegebenenfalls Honorar geklärt werden, siehe Referentenmanagement. Das Programm sollte vor Semesterbeginn vollständig stehen, weil Studierende ihren Stundenplan früh festlegen.

Für die Bewerbung hilft ein öffentlicher Veranstaltungskalender, in dem jede Sitzung als eigener Termin steht und sich per iCalendar abonnieren lässt. So erfahren Interessierte von jeder neuen Sitzung, ohne die Seite regelmäßig prüfen zu müssen. Ringvorlesungen sind zudem ein Instrument des Hochschulmarketings, weil sie Menschen außerhalb der Hochschule regelmäßig auf den Campus holen.

Aufzeichnen und nachnutzen

Die Universität Zürich zeichnet einzelne Reihen auf und stellt sie anschließend bereit. Unsere Einordnung: Eine Aufzeichnung verlängert die Reichweite weit über den Hörsaal hinaus, braucht aber die Zustimmung der Vortragenden, die vorher schriftlich eingeholt werden sollte, und einen gut sichtbaren Hinweis an das Publikum, falls auch der Saal zu sehen oder zu hören ist. Was dabei rechtlich gilt, beschreibt der Beitrag Fotos und Videos bei Veranstaltungen. Wer Folien und Aufzeichnungen online stellt, sollte außerdem klären, wie lange sie verfügbar bleiben.

Anmeldung oder nicht

Unsere Einordnung: Bei Präsenzreihen mit großem Hörsaal reicht meist ein offener Zugang. Eine Anmeldung lohnt sich, wenn die Plätze knapp sind, wenn die Reihe online läuft und ein Zugangslink verschickt werden muss oder wenn die Teilnahme für eine Teilnahmebestätigung oder Anrechnung erfasst wird. Ein Mittelweg ist eine freiwillige Anmeldung mit Erinnerung, die Ausfälle reduziert, ohne Spontanbesucher auszuschließen.

Häufige Fehler

Ein Programm, das erst während des Semesters vervollständigt wird, Titel, die nur Fachleute verstehen, und eine Bewerbung, die allein über Aushänge läuft, gehören zu den häufigsten Schwächen. Dazu kommt fehlende Abstimmung mit anderen Reihen zur gleichen Zeit.

In der Praxis mit FairUp
In FairUp legen Sie jede Sitzung der Ringvorlesung als eigenen Termin an, zeigen sie im öffentlichen Veranstaltungskalender der Hochschule, der sich einbetten und per iCal abonnieren lässt, und nehmen auf Wunsch Anmeldungen mit Erinnerung entgegen. Der Kalender ist in jedem Paket enthalten, auch im kostenlosen. Das Event selbst ist in sechs Klicks plus Namen angelegt.

Häufige Fragen

Was ist eine Ringvorlesung?

Eine Vorlesungsreihe zu einem gemeinsamen Thema, bei der in jeder Sitzung eine andere Person vorträgt, oft aus verschiedenen Fächern. Viele Reihen sind öffentlich.

Muss man sich zu einer Ringvorlesung anmelden?

Das ist unterschiedlich. Die Universität Zürich bietet ihre Ringvorlesungen kostenlos und ohne Anmeldung an, an der Universität Regensburg gibt es auch Online-Reihen mit Anmeldepflicht.

Kann man sich eine Ringvorlesung anrechnen lassen?

Manchmal. Die Universitätsbibliothek Rostock bindet ihre Reihe etwa in ein Modul ein, für das nach erfolgreicher Teilnahme ein Zertifikat ausgestellt wird. Die Regeln legt die jeweilige Hochschule fest.

Sie können das direkt ausprobieren

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