Business Events
Konferenzen, Networking Events und weitere Veranstaltungsformate flexibel organisieren.
Karriereevents und Hochschulen
Karrieremessen und Firmenkontaktmessen zentral planen und durchführen.
Messen und Ausstellungen
Komplexe Veranstaltungen mit Ausstellern, Partnern und Teilnehmenden steuern.
Ein digitales Event findet ausschließlich online statt: Alle Teilnehmenden sind über eine Plattform zugeschaltet, niemand reist an. Es senkt Kosten und Emissionen und öffnet die Teilnahme, hat aber seine Schwäche dort, wo Menschen einander kennenlernen sollen.

Drei Formen werden unterschieden, und zwei Branchenquellen definieren sie fast gleich. Das Meeting- und EventBarometer nennt eine Veranstaltung hybrid, wenn die Teilnehmenden selbst wählen können, ob sie vor Ort oder digital teilnehmen. Einfache digitale Elemente wie Live-Berichte in sozialen Medien machen aus einer Präsenzveranstaltung noch keine hybride. Rein digital ist eine Veranstaltung, bei der es den Ort gar nicht gibt.
Für Messen hat die FKM die Begriffe in ihren Zertifizierungsregeln festgelegt. Eine digitale Messe ist danach ausschließlich online zugänglich, auf einer vom Veranstalter verantworteten Plattform und für eine begrenzte Zeit. Die Teilnehmenden müssen sich zeitgleich austauschen können und eindeutig identifizierbar sein, etwa durch Registrierung. Die offizielle Laufzeit ist auf drei Wochen begrenzt. Eine Mediathek mit Aufzeichnungen ist nach dieser Definition also keine digitale Messe. Die Mischform beschreibt der Eintrag hybrides Event.
Zwei Vorteile sind durch Forschung belegt. Der erste ist die Klimabilanz. Eine Ökobilanz von Yanqiu Tao und Kollegen, 2021 in Nature Communications erschienen, beziffert die Einsparung beim Wechsel von einer Präsenz- zu einer Online-Konferenz auf 94 Prozent des CO2-Fußabdrucks und 90 Prozent des Energieverbrauchs.
Der zweite ist die Teilhabe. Matthew Skiles und Kollegen werteten für Nature Sustainability wissenschaftliche Konferenzen aus, die auf online umgestellt hatten. Bei Kosten, Geschlecht, Karrierestufe und Herkunft der Teilnehmenden zeigte sich bei fast allen Messgrößen eine deutliche Verbesserung. Die Autoren führen das auf geringere finanzielle und private Belastungen zurück. Mehr dazu unter nachhaltige Veranstaltung und Barrierefreiheit.
Dieselbe Studie von Skiles und Kollegen nennt die Schwäche: Networking und Posterformate müssten online weiterentwickelt werden, bevor das Format breit angenommen wird. Das deckt sich mit der Entwicklung des Marktes. Nach dem Meeting- und EventBarometer stieg die Zahl der Teilnehmenden an Veranstaltungen vor Ort 2025 auf 395 Millionen, nach 378 Millionen im Jahr davor.
Beide Studien untersuchen wissenschaftliche Konferenzen. Als eigene Einordnung lässt sich übertragen: Digitale Formate sind stark, wo Inhalt vermittelt wird, und schwach, wo Begegnung der Zweck ist. Eine Schulung funktioniert online gut. Eine Messe, deren Wert im Gespräch am Stand liegt, verliert online ihren Kern.
Die folgenden Punkte sind Erfahrungswissen. Eine Anmeldung, denn auch online will der Veranstalter wissen, wer kommt, siehe Teilnehmermanagement. Eine Moderation, die Fragen aus dem Chat aufnimmt, weil sonst niemand merkt, dass das Publikum da ist. Kürzere Blöcke mit Pausen, weil am Bildschirm niemand den Raum wechselt. Und einen Plan für den Austausch, etwa kleine Gruppen oder vereinbarte Einzelgespräche, siehe Networking-Formate.
Auch das Nichterscheinen ist online ein Thema. Wer sich kostenlos anmeldet und nicht anreisen muss, bleibt leicht weg, siehe No-Show-Rate.
Die Wahl folgt aus dem Zweck. Soll Wissen an viele gehen, die weit verstreut sind, spricht viel für digital. Sollen Menschen einander kennenlernen oder etwas anfassen, spricht viel für Präsenz. Die hybride Form verbindet beides und kostet dafür den Aufwand zweier Veranstaltungen. Die Entscheidung gehört in das Veranstaltungskonzept, bevor Raum oder Plattform gebucht werden.
Das Präsenzprogramm unverändert ins Netz stellen. Keine Person, die den Chat betreut. Networking einplanen, ohne ein Format dafür. Aufzeichnungen als Veranstaltung bezeichnen. Und nach dem Termin nicht prüfen, wie viele der Angemeldeten tatsächlich teilgenommen haben.
Was ist ein digitales Event?
Eine Veranstaltung, die ausschließlich online stattfindet. Alle Teilnehmenden sind über eine Plattform zugeschaltet.
Worin liegt der Unterschied zum hybriden Event?
Beim hybriden Event wählen die Teilnehmenden, ob sie vor Ort oder digital teilnehmen. Beim digitalen Event gibt es keinen Ort.
Wie viel CO2 spart ein digitales Event?
Eine Ökobilanz von 2021 beziffert die Einsparung beim Wechsel von einer Präsenz- zu einer Online-Konferenz auf 94 Prozent.
Was ist die größte Schwäche digitaler Events?
Das Kennenlernen. Eine Studie von 2022 hält fest, dass Networking online weiterentwickelt werden muss, bevor das Format breit angenommen wird.