Start
/
Lexikon
/
Programm, Workshops & Kapazität
/
Barcamp

Barcamp

Jan-Philipp Koch
·
October 16, 2026
October 16, 2026

Ein Barcamp ist eine offene Tagung, deren Programm die Teilnehmenden erst vor Ort selbst festlegen. Veranstalter geben nur Oberthema, Räume und Zeitraster vor, alle können eine Session anbieten, und der Sessionplan entsteht in einer gemeinsamen Planungsrunde am Morgen.

Gruppe sammelt Ideen auf Karten an einer Wand

Was ein Barcamp ist

Ein Barcamp ist eine Unkonferenz. Die Handlungsanleitung von wb-web, dem Portal für Erwachsenenbildung des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung, beschreibt den Unterschied so: Das Programm ist nicht im Voraus planbar, denn es bestimmen die Teilnehmenden vor Ort mit ihren mitgebrachten Vorschlägen und Wünschen. Alle Teilnehmenden sind zugleich Teilgebende, wenn sie eine Session anbieten. Ziel jeder Session ist der offene Austausch, ein Input ist möglich, aber nicht der dominierende Teil.

Der Name setzt sich laut FernUniversität in Hagen aus dem Informatikbegriff bar für einen Platzhalter und camp für Lager zusammen: ein Treffen, oft über mehrere Tage, bei dem vorher nur die thematische Klammer feststeht.

So läuft ein Barcamp ab

Nach wb-web folgt der Tag einem festen Muster. Bei der Ankunft tragen sich die Teilnehmenden ein, bekommen ein Namensschild und Karten für ihre Sessionvorschläge. Nach der Begrüßung stellen sie ihre Vorschläge nacheinander im Plenum vor. Findet ein Vorschlag Interesse, kommt die Karte in einen vorbereiteten Raum- und Zeitplan. Bei zu vielen Vorschlägen werden ähnliche Themen gebündelt. Steht der Plan, wird er nicht mehr verändert.

Jede Session dauert dort etwa 45 Minuten, gefolgt von 15 Minuten Pause zum Raumwechsel. Die Teilnehmenden verteilen sich frei, dürfen eine Session jederzeit verlassen, und eine Person je Session dokumentiert, meist in einem offenen Online-Dokument. Pünktlich anfangen und enden gilt als zentrale Voraussetzung für den Ablauf.

Zum Abschluss treffen sich nach den Beschreibungen von wb-web alle wieder im Plenum, um die wichtigsten Ergebnisse kurz zu teilen. Während des Tages kümmert sich ein Organisationsteam des Ausrichters um Technik und Räume, damit die Moderation der Sessions bei den Teilnehmenden bleiben kann.

Was Veranstalter vorab regeln

Offen ist nur das Programm, nicht die Organisation. Termin, Ort, Einladung und Bewerbung laufen wie bei jeder Veranstaltung. Unsere Einordnung: Gerade weil die Sessions erst am Morgen feststehen, brauchen Veranstalter verlässliche Zahlen vorab, um genug Räume, Moderationsmaterial und Verpflegung zu planen. Eine Anmeldung mit Teilnehmerbegrenzung und Warteliste schützt vor überfüllten Räumen.

wb-web empfiehlt außerdem, Einverständniserklärungen für Foto- und Filmaufnahmen schon bei der Ankunft einzuholen und Personen, die widersprechen, sichtbar zu kennzeichnen, etwa mit einem farbigen Band. Welche Regeln für Fotos bei Veranstaltungen gelten, beschreibt der Beitrag Fotos und Videos bei Veranstaltungen.

Wann sich das Format eignet

Die FernUniversität in Hagen empfiehlt die Methode in der Lehre vor allem für Blockveranstaltungen, bei denen die Inhalte nicht von Anfang an feststehen müssen. Unsere Einordnung: Barcamps funktionieren gut für Netzwerke, Fachgemeinschaften und interne Austauschformate, in denen viele Teilnehmende selbst etwas beizutragen haben. Für Veranstaltungen, die vorab ein verbindliches Programm versprechen müssen, etwa geförderte Tagungen, passt eher eine klassische Sessionplanung oder ein Workshop.

In der Praxis mit FairUp
In FairUp laufen Anmeldung, Teilnehmerbegrenzung, Warteliste und Check-in mit Namensschild für das Barcamp. Den Sessionplan legen die Teilnehmenden wie üblich vor Ort fest, auf Wunsch tragen Sie ihn danach als Sessions in die Agenda ein. Weitere Termine Ihres Netzwerks laufen im selben Konto. Das Event selbst ist in sechs Klicks plus Namen angelegt.

Häufige Fragen

Was ist ein Barcamp?

Eine offene Tagung, deren Programm die Teilnehmenden erst vor Ort festlegen. Veranstalter geben Oberthema, Räume und Zeitraster vor, alle können eine Session anbieten.

Wie lange dauert eine Session auf einem Barcamp?

Üblich sind etwa 45 Minuten mit 15 Minuten Pause zum Raumwechsel, so beschreibt es die Handlungsanleitung von wb-web. Veranstalter können das Raster an ihren Tag anpassen.

Braucht ein Barcamp eine Anmeldung?

Das Programm nicht, die Organisation schon. Ohne Anmeldung lassen sich Räume, Material und Verpflegung kaum planen, eine Teilnehmerbegrenzung mit Warteliste verhindert überfüllte Räume.

Sie können das direkt ausprobieren

Der kostenlose Plan von FairUp deckt bis zu fünf gleichzeitige Veranstaltungen mit je 150 Teilnehmenden ab: Eventseite, Anmeldung, Teilnehmerverwaltung und Check-in per QR-Code. Vollständig mit Ihrem eigenen Branding, auf Servern in Deutschland, ohne Kreditkarte.

Kostenlos starten

Dauerhaft kostenlos. Ticketverkauf, Standvergabe und Ausstellerabrechnung gehören in die kostenpflichtigen Pakete.