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Hackathon

Hackathon

Jan-Philipp Koch
·
October 19, 2026
October 19, 2026

Ein Hackathon ist eine zeitlich begrenzte Veranstaltung, bei der Teilnehmende mit unterschiedlichem Hintergrund in Teams an einem Projekt arbeiten und am Ende ein Ergebnis vorstellen, etwa eine Software, einen Prototyp oder ein Konzept. Hackathons gibt es an Hochschulen, in Unternehmen, in der Zivilgesellschaft und in der Wissenschaft.

Kleine Gruppe arbeitet abends gemeinsam an Laptops an einem Tisch

Was einen Hackathon ausmacht

Die Forschungsgruppe um Alexander Nolte, die seit Jahren zu Hackathons arbeitet, beschreibt sie in ihrem Planungskit (überarbeitete Fassung von 2025) als zeitlich begrenzte Veranstaltungen, bei denen Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund und Fachwissen Teams bilden, gemeinsam an einem Projekt arbeiten und dabei ein Ergebnis erzeugen. Sie verweist darauf, dass allein die größte Hackathon-Datenbank Devpost mehr als 1.000 Veranstaltungen im Jahr führt und dass Hackathons in sehr verschiedenen Bereichen stattfinden: in Unternehmen, in der Gründungsförderung, in wissenschaftlichen Communitys, in der Lehre und im zivilgesellschaftlichen Engagement.

Entsprechend verschieden sind die Ziele. Das Kit nennt die Entwicklung neuer Technik, Lernen, die Arbeit an gesellschaftlichen und ökologischen Fragen und den Aufbau von Gemeinschaften. Unsere Einordnung: Für die Planung ist das Ziel die wichtigste Frage, weil davon fast alles andere abhängt, vom Publikum bis zur Frage, ob es überhaupt Preise gibt.

Die zwölf Entscheidungen der Planung

Statt einer festen Anleitung ordnet das Planungskit die Vorbereitung nach zwölf Entscheidungen, die Veranstalter treffen müssen: Ziel, Thema, Wettbewerb oder Zusammenarbeit, Einbindung von Beteiligten, Gewinnung der Teilnehmenden, besondere Vorbereitung, Dauer und Pausen, Ideenfindung, Teambildung, Agenda, Mentoring und schließlich die Frage, wie es nach der Veranstaltung weitergeht. Zu jeder Entscheidung beschreibt es, wann sie fällt, wer beteiligt ist und welche Abwägungen dahinterstehen, jeweils für Präsenz, online und hybrid.

Als Beispiel für einen Unternehmenshackathon skizziert das Kit eine Veranstaltung über 48 Stunden an drei Tagen, bei der die drei besten Teams Preise gewinnen und das Siegerteam Unterstützung bekommt, das Projekt weiterzuführen. Zum Auftakt stellen die Veranstalter den Verhaltenskodex, die Agenda, das Verfahren für Ideen und Teambildung, einen Pflicht-Zwischenstand, die Abschlusspräsentation, die Bewertungskriterien und die Preise vor.

Wie lange ein Hackathon dauert

Laut Planungskit werden Präsenz-Hackathons oft als intensive Sitzungen über 24 bis 48 Stunden angelegt oder mit festen Arbeitszeiten über mehrere Tage verteilt. Als Faustregel für Präsenzveranstaltungen nennt es eine Arbeitszeit von insgesamt etwa 48 Stunden über mehrere Tage, online brauche es in der Regel mehr Zeit. Im Unternehmen könne es sinnvoll sein, sich an die üblichen Arbeitszeiten zu halten, weil Fachleute als Mentorinnen und Mentoren nur dann verfügbar sind. Ruhezonen und geplante Pausen helfen gegen Erschöpfung.

Unsere Einordnung: An Hochschulen ist ein Format über zwei Tage mit Übernachtung oft schwer, weil Räume und Aufsicht fehlen. Ein Hackathon mit festen Zeiten von Freitagmittag bis Samstagabend oder verteilt über zwei Wochenenden ist einfacher zu organisieren und schließt Studierende mit Job oder Familie nicht aus.

Preise, Bewertung und Rechte am Ergebnis

Wer Preise auslobt, sollte die Regeln vorher schriftlich festlegen. Das Bürgerliche Gesetzbuch regelt in Paragraf 661 das Preisausschreiben: Es braucht eine Frist für die Bewerbung, über die Vergabe entscheidet die in der Auslobung genannte Person oder Jury, und ihre Entscheidung ist für die Beteiligten verbindlich. Das Eigentum an einem eingereichten Werk kann der Auslobende nur verlangen, wenn die Auslobung das ausdrücklich vorsieht. Unsere Einordnung: Ob ein Hackathon im Einzelfall rechtlich ein Preisausschreiben ist, hängt von der Gestaltung ab. Klare Teilnahmebedingungen mit Frist, Jury, Kriterien und Preisen schaden in keinem Fall.

Heikler ist die Frage, wem der entstandene Code gehört. Urheber ist nach Paragraf 7 des Urheberrechtsgesetzes der Schöpfer des Werkes, und schafft ein Team ein Programm gemeinsam, sind die Mitglieder nach Paragraf 8 Miturheber, die nur gemeinsam über Veröffentlichung und Verwertung entscheiden. Anders liegt es, wenn Beschäftigte im Rahmen ihrer Aufgaben programmieren: Dann stehen die vermögensrechtlichen Befugnisse nach Paragraf 69b grundsätzlich dem Arbeitgeber zu. Unsere Einordnung: Bei offenen Hackathons mit Studierenden sollten die Teilnahmebedingungen klar sagen, ob die Rechte bei den Teams bleiben, eine Open-Source-Lizenz gilt oder ein Partnerunternehmen Nutzungsrechte bekommt. Eine Rechtsberatung ersetzt das nicht.

Hackathons an Hochschulen

Unsere Einordnung aus der Praxis: Für Hochschulen verbindet ein Hackathon Lehre, Gründungsförderung und Kontakte zu Unternehmen. Partnerfirmen stellen Aufgaben, Daten oder Mentoring und lernen dabei Studierende bei der Arbeit kennen, was ihn in die Nähe eines Recruiting-Events rückt. Organisatorisch ähnelt er einem Barcamp, weil die Inhalte erst vor Ort entstehen, braucht aber feste Teams, Bewertung und meist eine Teilnehmerbegrenzung mit Warteliste, weil Räume, Verpflegung und Mentoring nur für eine bestimmte Zahl reichen.

Das Planungskit betont, dass die Arbeit nach dem Hackathon oft zu kurz kommt. Wer möchte, dass Projekte weiterleben, sollte schon bei der Planung festlegen, wer die Teams danach begleitet und wie Ergebnisse dokumentiert werden.

In der Praxis mit FairUp
Mit FairUp nehmen Sie Anmeldungen mit Teilnehmerbegrenzung und Warteliste entgegen, veröffentlichen die Agenda mit Auftakt, Zwischenstand und Abschlusspräsentation, checken Teilnehmende am Eingang ein und verschicken nach dem Event automatisch eine Umfrage. Hochschulen können die Anmeldung über die DFN-AAI auf eingeschriebene Studierende beschränken. Das Event selbst ist in sechs Klicks plus Namen angelegt.

Häufige Fragen

Was ist ein Hackathon?

Eine zeitlich begrenzte Veranstaltung, bei der Teams aus Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund an einem Projekt arbeiten und am Ende ein Ergebnis vorstellen, etwa einen Prototyp oder ein Konzept.

Wie lange dauert ein Hackathon?

Präsenz-Hackathons dauern laut dem Planungskit von Nolte und Kollegen oft 24 bis 48 Stunden oder verteilen sich mit festen Arbeitszeiten über mehrere Tage. Als Faustregel gelten etwa 48 Stunden Arbeitszeit, online meist mehr.

Wem gehört der Code aus einem Hackathon?

Grundsätzlich den Personen, die ihn geschaffen haben, bei Teams gemeinsam als Miturheber. Bei Beschäftigten, die im Rahmen ihrer Aufgaben programmieren, liegen die Verwertungsrechte nach Paragraf 69b Urheberrechtsgesetz grundsätzlich beim Arbeitgeber. Abweichendes sollten die Teilnahmebedingungen regeln.

Sie können das direkt ausprobieren

Der kostenlose Plan von FairUp deckt bis zu fünf gleichzeitige Veranstaltungen mit je 150 Teilnehmenden ab: Eventseite, Anmeldung, Teilnehmerverwaltung und Check-in per QR-Code. Vollständig mit Ihrem eigenen Branding, auf Servern in Deutschland, ohne Kreditkarte.

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Dauerhaft kostenlos. Ticketverkauf, Standvergabe und Ausstellerabrechnung gehören in die kostenpflichtigen Pakete.