Hochschulinformationstag
Ein Hochschulinformationstag ist ein Tag, an dem eine Hochschule Schülerinnen, Schülern und anderen Studieninteressierten ihre Studiengänge vorstellt, mit Vorträgen, offenen Lehrveranstaltungen, Laborführungen und Gesprächen mit Lehrenden und Studierenden. Er heißt je nach Hochschule auch HIT, Studieninformationstag oder Tag der offenen Tür und gehört zur Studien- und Berufsorientierung.

Wie ein Hochschulinformationstag aufgebaut ist
Die meisten Hochschulen richten ihren Informationstag einmal im Jahr aus, oft im Winter oder Frühjahr vor den Bewerbungsfristen. Das Programm folgt fast überall demselben Muster. Die Fachbereiche stellen ihre Studiengänge vor, Lehrende öffnen ausgewählte Lehrveranstaltungen, und Studierende führen über den Campus. Dazu kommen fachübergreifende Angebote zu Bewerbung, Zulassung, Finanzierung und Auslandsaufenthalten.
Die Universität Oldenburg beschreibt ihren hit 2026 so: Vorstellungen aller grundständigen Studiengänge, Talkrunden mit Studierenden, studentisch geführte Rundgänge und eine Info-Börse mit Ständen zu Zulassung mit und ohne Abitur, Wohnen, Auslandsaufenthalten und Studienfinanzierung. Die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Technische Hochschule Mittelhessen richten ihre Hochschulinformationstage 2026 zum 50. Mal gemeinsam aus, mit kurzen und langen Fachprogrammen am Vormittag an zwei Tagen vor Ort und einem Online-Tag mit fachübergreifenden Vorträgen vorab.
Anmeldung oder offener Besuch
Ob Gäste sich anmelden müssen, entscheiden die Hochschulen unterschiedlich. In Oldenburg können Einzelpersonen spontan kommen, Schulgruppen werden um Anmeldung gebeten. In Gießen sind die Präsenztermine anmeldepflichtig, das digitale Angebot ist ohne Anmeldung offen.
Unsere Einordnung: Eine Anmeldung lohnt sich überall dort, wo Plätze begrenzt sind, etwa bei Laborführungen, Probevorlesungen in kleinen Räumen oder Workshops. Sie liefert außerdem die Zahl, mit der Räume, Personal und Verpflegung geplant werden. Für große Vorträge im Audimax reicht oft der offene Zugang. Viele Hochschulen kombinieren beides: offene Vorträge und anmeldepflichtige Formate mit Teilnehmerbegrenzung.
Schulen einbinden
Der Informationstag liegt meist an einem Schultag. Deshalb sprechen viele Hochschulen nicht nur die Jugendlichen an, sondern auch die Schulen. Die TU Braunschweig etwa richtet ihren Hochschulinformationstag am 29. Mai 2026 von 9 bis 15 Uhr vor allem an die Jahrgänge 11 bis 13. Das Regionale Landesamt für Schule und Bildung Braunschweig empfiehlt den Schulleitungen in einem Schreiben, interessierten Schülerinnen und Schülern die Teilnahme zu ermöglichen.
Unsere Einordnung: Ein solches Schreiben der Schulbehörde ist ein starker Hebel, weil die Freistellung für viele Schulen damit leichter fällt. Schulgruppen sollten ein eigenes Anmeldeformular bekommen, mit Schule, Lehrkraft, Gruppengröße und Ankunftszeit, damit die Gruppe gebündelt geführt werden kann.
Daten von Schülerinnen und Schülern
Wer Minderjährige anmeldet, erhebt personenbezogene Daten einer besonders schutzwürdigen Gruppe. Fragen Sie nur ab, was Sie für den Tag brauchen, und trennen Sie die Anmeldung zum Informationstag von einer späteren Einwilligung in Newsletter oder Werbung. Worauf es dabei ankommt, beschreibt der Beitrag Schülerdaten bei Berufsorientierung und DSGVO. Wie ein Berufsorientierungstag digital geplant wird, zeigt der Leitfaden Berufsorientierungstag digital planen.
Häufige Fragen
Was ist ein Hochschulinformationstag?
Ein Tag, an dem eine Hochschule Studieninteressierten ihre Studiengänge vorstellt, mit Vorträgen, offenen Lehrveranstaltungen, Führungen und Gesprächen mit Lehrenden und Studierenden. Je nach Hochschule heißt er HIT, Studieninformationstag oder Tag der offenen Tür.
Muss man sich zum Hochschulinformationstag anmelden?
Das regelt jede Hochschule selbst. In Oldenburg können Einzelpersonen spontan kommen und nur Schulgruppen melden sich an, in Gießen sind die Präsenztermine anmeldepflichtig und das Online-Angebot ist offen.
Bekommen Schülerinnen und Schüler für den Hochschulinformationstag frei?
Das entscheidet die Schule. Manche Schulbehörden empfehlen den Schulleitungen ausdrücklich, die Teilnahme zu ermöglichen, so etwa das Regionale Landesamt für Schule und Bildung Braunschweig für den Informationstag der TU Braunschweig.