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Eine Ausbildungsmesse bringt Schülerinnen und Schüler mit Betrieben zusammen, die Ausbildungsplätze anbieten. Sie wird oft von Kommunen, Wirtschaftsförderungen, Kammern oder Schulen veranstaltet und richtet sich überwiegend an Minderjährige.

Eine Ausbildungsmesse sieht aus wie eine kleine Karrieremesse, folgt aber anderen Regeln. Die Besucher sind überwiegend minderjährig, sie kommen häufig mit ihrer Klasse und einer Lehrkraft, und die Aussteller sind oft kleine Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe ohne eigene Personalabteilung. Veranstalter sind meist Kommunen, Wirtschaftsförderungen, Kammern, Arbeitsagenturen oder Schulen, seltener private Messegesellschaften.
Die Bundesagentur für Arbeit meldet für das Berufsberatungsjahr 2024/25 zwei Zahlen, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen. Am 30. September 2025 waren noch 54.000 Ausbildungsstellen unbesetzt, und zugleich waren 40.000 gemeldete Bewerberinnen und Bewerber unversorgt. Schwer zu besetzen waren laut Ausbildungsmarktbilanz vor allem Stellen in Lebensmittelberufen, im Bau, in der Gastronomie, in Metallberufen und in der Medizinischen Fachassistenz.
Unsere Einordnung: Beide Zahlen zusammen beschreiben ein Passungsproblem. Es gibt Plätze und Bewerber, aber sie finden sich nicht. Genau das ist die Aufgabe einer Ausbildungsmesse, und sie erklärt, warum sie vom Berufsspektrum her geplant werden sollte und nicht von der Zahl der Aussteller.
Nach Paragraf 33 SGB III hat die Agentur für Arbeit Berufsorientierung durchzuführen und soll dabei umfassend Auskunft und Rat geben, unter anderem zur Berufswahl, zu den Berufen mit ihren Anforderungen und Aussichten und zu den Wegen der beruflichen Bildung. Damit verfolgt sie dasselbe Ziel wie die Messe. Ein Stand der Berufsberatung und eine gemeinsame Einladung der Schulen liegen deshalb nahe.
Verlässlich erreicht eine Ausbildungsmesse Jugendliche über die Schulen. Klassen, die im Rahmen des Unterrichts kommen, sind vorbereitet und vollständig. Für die Anmeldung bedeutet das zwei Wege: Schulen melden Klassen mit Zahl und verantwortlicher Lehrkraft an, ohne Namen einzelner Jugendlicher, und wer einen Gesprächstermin mit einem Betrieb buchen will, meldet sich einzeln an.
Melden sich Jugendliche selbst online an und stützt sich die Verarbeitung auf eine Einwilligung, gilt Artikel 8 DSGVO: Unter 16 Jahren ist die Einwilligung nur wirksam, wenn die Eltern zustimmen. Unsere Einordnung: Die Klassenanmeldung ohne Namen ist deshalb nicht nur bequemer, sondern auch datenschutzrechtlich der einfachere Weg.
Kleine Betriebe brauchen einfache Standpakete, klare Kosten und eine niedrige Standgebühr, sonst fehlen genau die Berufe, die schwer zu besetzen sind. Für den Bericht an Rat oder Kreistag zählen gezählte Besucher je Schule, die vertretenen Berufe und eine freiwillige Rückfrage bei den Betrieben nach Praktika und Verträgen einige Monate später. Die letzte Zahl ist ein Hinweis, keine vollständige Zählung. Den ausführlichen Ablauf beschreibt der Beitrag zu Ausbildungsmessen für Kommunen.
Was ist eine Ausbildungsmesse?
Eine Messe, auf der Betriebe Ausbildungsplätze vorstellen und Schülerinnen und Schüler Berufe und Ausbildungsbetriebe kennenlernen. Veranstalter sind meist Kommunen, Kammern, Arbeitsagenturen oder Schulen.
Brauchen Jugendliche für die Anmeldung die Zustimmung der Eltern?
Wenn sie sich selbst online anmelden und die Verarbeitung auf einer Einwilligung beruht, verlangt Artikel 8 DSGVO unter 16 Jahren die Zustimmung der Eltern. Die Klassenanmeldung über die Schule ohne Namen einzelner Jugendlicher umgeht das.
Wie viele Ausbildungsstellen blieben 2025 unbesetzt?
Am 30. September 2025 waren laut Bundesagentur für Arbeit noch 54.000 Ausbildungsstellen unbesetzt, zugleich waren 40.000 gemeldete Bewerberinnen und Bewerber unversorgt.