Ausstellerverwaltung ist der Teil der Messeorganisation, der am zuverlässigsten in Tabellen endet: Anfragen per Mail, Standzuweisung im Hallenplan-PDF, Rechnungen im Buchhaltungsprogramm, Zahlungsstand im Kopf. Dieser Artikel zeigt, welche Funktionen eine Messesoftware abdecken muss, damit diese Kette in einem System bleibt.

Bei einer Messe gibt es zwei Kundengruppen mit völlig unterschiedlichen Bedürfnissen. Besucher wollen ein Ticket, ein Programm und einen reibungslosen Einlass. Aussteller wollen eine Standfläche, Sichtbarkeit, Leads und eine korrekte Rechnung. Software, die nur die erste Gruppe bedient, löst die Hälfte des Problems.
Eine vollständige Messesoftware bildet den gesamten Ausstellerlebenszyklus ab: von der ersten Anfrage über Buchung, Standzuweisung und Selbstpflege des Profils bis zur bezahlten Rechnung und dem Rebooking für das Folgejahr.
Der Einstieg entscheidet über den Aufwand danach. Eine öffentliche Anmeldestrecke, auf der Unternehmen ihre Stammdaten selbst eingeben, spart jede spätere Abtipparbeit. Wichtig sind personalisierte Einladungslinks statt Massenmails und automatische Erinnerungen vor dem Anmeldeschluss.
Standflächen müssen vergeben, visualisiert und kommuniziert werden. Gute Systeme erlauben Ausstellern die Selbstbuchung innerhalb definierter Kontingente und erzeugen die Bestätigung samt Standplan automatisch. Der häufigste Fehler in der Praxis: Der Hallenplan liegt als PDF vor und wird bei jeder Änderung neu gezeichnet.
Ein Portal, in dem Aussteller ihr Profil, Logo, Produktbeschreibungen, Ansprechpartner und offene Stellen selbst pflegen, verlagert die Datenpflege dorthin, wo die Informationen entstehen. Aufgaben mit Fristen und Freigaben durch den Veranstalter halten den Prozess trotzdem kontrolliert.
Der zeitaufwändigste Teil bei manueller Bearbeitung. Automatisch erzeugte Rechnungen mit korrekten Umsatzsteuerangaben, Versand an die hinterlegte Rechnungsadresse, Zahlungserinnerungen nach definierten Fristen und ein Dashboard mit dem Zahlungsstand ersetzen einen kompletten Arbeitsschritt.
Aussteller- und Besucherseite gehören zusammen, weil Aussteller Freikartenkontingente bekommen und diese an eigene Kunden weitergeben. Sind Ticketing und Ausstellerverwaltung getrennte Systeme, wird genau dieses Kontingent zur Handarbeit.
Nach der Messe entscheidet die Nachbereitung über die Wiederbuchung. Das stärkste Argument für das nächste Jahr ist ein Gesprächsreport je Aussteller: mit wem wurde gesprochen, und wie viele Kontakte kamen zustande?
Der gedruckte Katalog ist bei Redaktionsschluss veraltet und verursacht eine Korrekturschleife mit jedem Aussteller. Ein digitaler Katalog, der sich aus den Ausstellerprofilen speist, ist immer aktuell, durchsuchbar und liefert nebenbei Reichweitendaten: Welches Profil wurde wie oft aufgerufen?
FairUp bildet den gesamten Ausstellerlebenszyklus ab: Anmeldung und Freigabe, Standbuchung mit Hallenplanung, Ausstellerportal zur Selbstpflege, automatische Rechnungsstellung, Ticketing mit Stripe-Anbindung, Check-in per QR-Scan und Matchmaking zwischen Teilnehmern und Ausstellern. Alle Daten werden auf Servern in Deutschland verarbeitet.
Die Messepakete beginnen bei 4.900 € im Jahr für bis zu 100 Aussteller und enthalten eine unbegrenzte Zahl von Veranstaltungen und Teilnehmern ohne Pro-Kopf-Gebühren. Für Karrieremessen ergänzt das Career-Paket ab 7.900 € Jobboard, Talentpool und ein einbettbares Jobportal. Einzellizenzen für eine einzelne Messe sind auf Anfrage möglich.
Ticketing-Software verkauft Eintrittskarten an Besucher. Messesoftware verwaltet zusätzlich die Aussteller: Standflächen, Portale, Rechnungen und Freikartenkontingente. Wer Standflächen verkauft, kommt mit reiner Ticketing-Software nicht aus.
Mit manuellen Prozessen liegt die Grenze erfahrungsgemäß bei 20 bis 30 Ausstellern pro Person. Mit einem System, in dem Aussteller ihre Daten selbst pflegen und Rechnungen automatisch entstehen, sind 80 bis 120 Aussteller von einer Person steuerbar.
Die Rechnung hängt an der Ausstellerzahl, nicht an der Zahl der Veranstaltungen. Ab etwa 30 zahlenden Ausstellern übersteigt der manuelle Aufwand für Rechnungen, Nachfassen und Standkommunikation die Lizenzkosten. Für Einzelmessen gibt es zudem gesonderte Lizenzen.
Profil, Stellenangebote und Ansprechpartner ja. Das ist der Sinn eines Ausstellerportals. Die Standvergabe selbst bleibt in der Regel beim Veranstalter, weil sie von der Gesamtplanung der Halle abhängt.
Die Ausstellerseite ist der Teil der Messeorganisation mit dem größten Automatisierungspotenzial und zugleich derjenige, der am seltensten automatisiert ist. Der entscheidende Test bei jeder Software: Läuft der Weg von der Ausstelleranfrage bis zur bezahlten Rechnung ohne einen einzigen manuellen Übertrag?
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