Die Standfläche ist der Teil einer Ausstellungshalle, den ein Aussteller für die Dauer einer Messe mietet. Abgerechnet wird sie fast immer je Quadratmeter. Der Preis hängt dabei weniger von der Größe ab als von der Lage in der Halle und davon, wie viele Seiten des Standes offen sind.

Der Quadratmeterpreis ist nur der Ausgangswert. Darauf legt der Veranstalter Zuschläge, und die richten sich nach der Zahl der offenen Seiten und nach der Lage. Ein Stand am Hauptgang wird teurer angeboten als einer in der letzten Reihe, weil dort mehr Menschen vorbeikommen. Beides zusammen erklärt, warum zwei gleich große Stände auf derselben Messe unterschiedlich viel kosten.
Für den Veranstalter ist der Preis kein reiner Kostenposten, sondern ein Steuerungsinstrument. Wer die attraktiven Lagen höher bepreist, verteilt die Nachfrage und finanziert damit die schwächeren Flächen mit.
Die vier Bauformen unterscheiden sich allein in der Zahl der offenen Seiten. Der Reihenstand ist zu einer Seite offen und liegt zwischen zwei Nachbarn. Der Eckstand liegt am Gangende und ist zu zwei Seiten offen. Der Kopfstand schließt eine Standreihe ab und ist zu drei Seiten offen. Der Inselstand steht frei und ist von allen vier Seiten zugänglich.
Mit jeder offenen Seite steigen Sichtbarkeit und Preis, aber auch der Aufwand: Ein Inselstand braucht auf allen Seiten eine gestaltete Ansicht und mehr Personal, weil Gäste aus jeder Richtung kommen. Wer die Fläche wählt, entscheidet damit auch über den Standbau und über die Besetzung.
Enthalten ist in aller Regel nur die nackte Fläche, oft mit Hallenboden und einer Grundbeleuchtung der Halle. Alles Weitere wird gesondert berechnet, und genau hier entstehen die Überraschungen im Messebudget: Stromanschluss und Verbrauch, Wasser, Internetzugang, Reinigung, Abfallentsorgung, Auf- und Abbautage sowie Ausweise für das Standpersonal.
Ein Veranstalter, der diese Posten früh und vollständig ausweist, spart sich Rückfragen und Streit über die Rechnung. Ein Aussteller, der nur den Quadratmeterpreis vergleicht, vergleicht die falsche Zahl.
Die Standfläche ist der Posten, an dem alles andere hängt. Aus ihr ergibt sich der Preis des Pakets, aus dem Paket die Rechnung, und aus der Position auf der Fläche der Eintrag im Hallenplan und im Katalog. Ändert sich die Fläche nachträglich, ändern sich alle drei mit.
Deshalb gehört die Flächenauswahl an den Anfang und nicht ans Ende. Bei FairUp wird der Hallenplan im System erstellt und visualisiert; gibt der Veranstalter es frei, wählen Aussteller ihren Stand schon bei der Standbuchung selbst aus. Ohne Freigabe vergibt der Veranstalter die Flächen weiterhin selbst, etwa wenn Branchen bewusst verteilt oder Bestandsaussteller bevorzugt platziert werden sollen.
Ein regionaler Veranstalter bietet Reihenstände mit sechs, zwölf und achtzehn Quadratmetern an. Ein Aussteller bucht zwölf Quadratmeter als Eckstand am Hauptgang. Auf der Rechnung stehen am Ende vier Positionen: die Fläche, der Zuschlag für die zweite offene Seite, der Lagezuschlag und die Nebenkosten für Strom und Reinigung. Wer nur die erste Position kommuniziert hat, erklärt die anderen drei am Telefon.
Die Standfläche ist das Mietobjekt, also die Quadratmeter samt Lage. Die Standbuchung ist der Vorgang, mit dem ein Aussteller diese Fläche verbindlich reserviert. Der Standbau ist das, was darauf entsteht. Und der Hallenplan ist die Darstellung aller Flächen zusammen. Die vier werden im Alltag häufig vermischt, gehören aber zu vier verschiedenen Arbeitsschritten und meist auch zu vier verschiedenen Verantwortlichen.
Warum kostet ein Eckstand mehr als ein Reihenstand?
Weil er zu zwei Seiten offen ist und damit doppelt so viele Vorbeigehende erreicht. Der Zuschlag bezahlt nicht mehr Fläche, sondern mehr Sichtbarkeit.
Was gehört zur Standmiete?
In aller Regel nur die Fläche selbst. Strom, Wasser, Internet, Reinigung, Abfall, Auf- und Abbautage sowie Ausweise werden gesondert berechnet. Fragen Sie danach, bevor Sie Angebote vergleichen.
Wie groß sollte ein Stand sein?
Rechnen Sie von den geplanten Gesprächen her, nicht von der Fläche. Wie viele Personen sollen gleichzeitig am Stand sprechen, und braucht jedes Gespräch einen Sitzplatz? Daraus ergibt sich die nötige Fläche, nicht umgekehrt.
Wann ist die Standmiete fällig?
Das legt der Veranstalter in den Teilnahmebedingungen fest. Üblich ist eine Rechnung nach der Freigabe der Buchung, oft mit Zahlungsziel deutlich vor dem Aufbau, damit die Fläche nicht ohne Deckung belegt wird.